Die größte Anerkennung für Karl Telser (6. von rechts) war die Präsenz der Ehrengäste mit Egon Raffeiner, Kiwanis Meran, LR Waltraud Deeg, Toni Pizzecco, Gabriele Janssen, Gertraud Telser, BM Dieter Pinggera, AHL Luis Durnwalder, BM Mauro Dalla Barba, Katia Dalla Barba (von rechts).
Die Vertreter aller Südtiroler Kiwanis Clubs überreichten mit (vorne links) Martin Pohl und Rudi Gartner (rechts) den verdoppelten Preis der Menschlichkeit an Karl und Gertraud Telser mit Enkel Julian.

Ein besonderer Preis für besondere Taten

Zum 40. übergab der Kiwanis Club Vinschgau den Preis der Menschlichkeit.

Publiziert in 31-32 / 2021 - Erschienen am 29. September 2021

Goldrain - Seinen 404. Geburtstag feierte der Club mit Präsident Martin Pohl in einer Kulisse, die nur im Vinschgau anzutreffen ist. Schloss Goldrain war der würdige und malerische Rahmen. Dort, im Bildungshaus mit seiner 800-jährigen Geschichte, befindet sich auch das Clublokal, wo die Kiwanier beraten und beschlossen, wem der „Preis der Menschlichkeit“ für besondere Verdienste zusteht. Die Nominierung sollte bis zur Übergabe geheim bleiben. Es gelang nicht ganz. Trotzdem kam es sowohl für die gut 100 Geladenen, als auch für den Preisträger, seine Familie und seine Helfer zu mehreren Überraschungen. 

Kiwanier helfen weltweit

Ein erste war die Anerkennung der vielen Gründungsmitglieder, des Gründungspräsidenten Hans Gufler, der Bürgermeister von Latsch, Martell und Schlanders, der Landesrätin für Soziales Waltraud Deeg, des Altlandeshauptmanns Luis Durnwalder, der Vertreter aller sieben Südtiroler Kiwanis Clubs, und der Abordnungen jener österreichischer Clubs, für die die Vinschger die Patenschaft übernommen hatten. Damit das umfangreiche Programm nicht ausuferte, zog Bildungsdirektorin Claudia Santer eine straffe und doch sehr informative Moderation durch. Sie brach eine Lanze für das Bildungshaus im Schloss, schilderte das weltweite, soziale Wirken der Kiwanis Clubs erklärte den indianischen Ursprung des Begriffs mit „Tue Gutes und rede davon“ und zitierte aus den „sechs Grundsätzen“. Die Begrüßungen durch Präsident Pohl, durch den Latscher Bürgermeister Mauro Dalla Barba und der Rückblick von Kiwanis-Direktor Franz Bauer, Goldrain, wurden durch feine Musik des Ensembles „Oberwind“ ergänzt. Im gewohnten Umfang seiner Stimme ging Altlandeshauptmann Durnwalder auf die „schnelle und unbürokratische“ Hilfe durch die Kiwanier ein. Es folgten Glückwünsche der Clubs von Meran, Landeck-Imst und Lungau. 

Ein Mann der Tat wird geehrt

Für die Vorstellung und Laudatio des Preisträgers kündigte Santer den Vorsitzenden der „Südtiroler Ärzte für die Welt“ mit dem Satz an: „Für Toni Pizzecco und dem Preisträger gilt der Grundsatz der Kiwanier, geistig-moralische Werte vor materiellen zu setzen.“ In Anekdoten begann der Latscher Amtsarzt das Wirken und die Verdienste von Karl Telser darzustellen. Er nannte ihn den „little big man“, der für große Taten, aber nicht für große Worte stehe. Pizzecco schilderte Situationen, in denen sich der Automechaniker aus der Vetzaner Gewerbezone im Einsatz für das Krankenhaus Attat in Äthiopien als genialer Improvisator und Netzwerkarbeiter erwiesen hatte. Zusammen mit seiner Frau Gabriele Janssen widmete Pizzecco dem Karl Telser und seiner Frau Gertraud das Lied „The Boxer“ von Simon&Garfunkel. Vor der Übergabe des Preises würdigte die Landesrätin für Soziales, Waltraud Deeg, die Einsätze von Karl Telser und die Großzügigkeit des Kiwanis Clubs Vinschgau. Nachdem Präsident Pohl den Scheck über 5.000 Euro übergeben hatte, sorgte Past Präsident Rudi Gartner für die nächste Überraschung. Der Club habe den „Preis der Menschlichkeit“ verdoppelt und zum 40. Bestandsjahr des Kiwanis Clubs seien dem Karl Telser für Hilfsmaßnahmen in Rumänien 40 Paar Schuhe zur Verfügung gestellt worden. 

Günther Schöpf
Günther Schöpf
Vinschger Sonderausgabe

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