Der Malser Kirchenchor mit P. Urban Stillhard (2. Reihe links), Dekan Stefan Hainz (2. Reihe rechts) und Organist Marian Polin (3. Reihe rechts).
Im Bild (v.l.): P. Urban Stillhard, Jutta Hölbling, Ernst Thoma und Dekan Stefan Hainz.

„Ein Chor ist ein Geschenk“ 

Palestrina-Medaille für den Malser Kirchenchor

Publiziert in 38 / 2019 - Erschienen am 5. November 2019

Mals - Der Malser Kirchenchor begeht heuer ein halbrundes Jubiläum: er wurde vor 40 Jahren wiedergründet. Seine Geschichte reicht aber mehrere Jahrhunderte zurück, wie in der Jubiläumsschrift nachzulesen ist. Aus diesem Grund wurde ihm nun die Palestrina-Medaille des Verbandes der Kirchenchöre Südtirols für mehr als 100-jährige kirchenmusikalische Tätigkeit verliehen. Die Auszeichnung hatte P. Urban Stillhard mitgebracht. Er feierte anlässlich des Erntedankfestes mit Dekan Stefan Hainz den Festgottesdienst in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt. „Das Leben lehrt uns, dass vieles ein Geschenk ist, auch die Musik“, sagte P. Urban in seiner Predigt. Dies gelte auch für die Gabe der Musik, die jedem festlichen Anlass einen besonderen Rahmen verleihe. Ein Geschenk sei aber auch ein Kirchenchor, der Gottesdienste während des Kirchenjahres mitgestaltet und die Menschen in Freud und Leid mit passenden Liedern begleitet. „Heute wollen wir den Sängerinnen und Sängern des Malser Kirchenchores und ihrem Chorleiter Ernst Thoma ein besonders Danke sagen“, betonte P. Urban. Sie hätten auch ihren Verkündigungsauftrag ernst gekommen und ein persönliches Zeugnis ihres Glaubens abgelegt. Als Zeichen der Anerkennung und des Dankes überreichte P. Urban Stillhard der Obfrau Jutta Hölbling und dem Chorleiter Ernst Thoma die Palestrina-Medaille, die nach dem italienischen Komponisten Giovanni Pierluigi da Palestrina, einem der größten Meister des 16. Jahrhunderts, benannt ist. Der Kirchenchor Mals erhielt die Auszeichnung im 40. Jahr seiner Wiedergründung. Seine Geschichte reicht aber mehrere Jahrhunderte zurück, wie in der Jubiläumsbroschüre aus der Feder von Heinrich Moriggl und Ernst Thoma zu lesen ist. In einem Visitationsprotokoll aus dem Jahr 1683 wird festgehalten, dass es in der Malser Pfarrkirche 2 Orgeln und auch Sänger gab. 1966 wurde der Malser Kirchenchor aufgelöst und erst 12 Jahre später wurde auf Initiative von Dekan Hubert Unterweger der Chor wiedergegründet. Treibende Kraft war und ist Ernst Thoma, der den Chor seit 40 Jahren leitet und ihn auf ein beachtliches Niveau gebracht hat. Er steckte mit seiner Freude an der Musik immer wieder Menschen aller Altersstufen an. Derzeit zählt der Malser Kirchenchor 36 Mitglieder. Sein Repertoire umfasst nicht nur Kirchenmusik, sondern auch neue Chorliteratur, neue und alte Volkslieder, Schlager usw. Zum Abschluss des Gottesdienstes, den der Malser Kirchenchor mit der „Malser-Weg-Messe“ - einer Komposition von Ernst Thoma - umrahmte, dankten Dekan Stefan Hainz und die Gläubigen dem Chor mit einem kräftigen Applaus für seinen wertvollen Dienst.

Redaktion
Vinschger Sonderausgabe

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