Der Marteller Chor mit der neuen Fahne
Die Vereinsfahne des gemischten Chores „Schianbliamltol“
Gestaltet wurde die Vereinsfahne vom Künstler Walter Kuenz
Auf dem Kirchplatz wurden die neue Fahne und der Chor vom der Musikkapelle Martell unter der Leitung von Christian Ratschiller erwartet.
Im Bild (von links): Obmann Stefan Kobald, Erich Deltedesco (Südtiroler Chorverband), Chorleiter Manuel Regenburger, Fahnenträger Armin Oberhofer mit der neuen Fahne und Patin Gerlinde Fleischmann.
Josef Stricker (links) segnete die neue Fahne. Weiters im Bild Fahnenträger Armin Oberhofer, Patin Gerlinde Fleischmann und Obmann Stefan Kobald

Eine Fahne für den Kirchenchor

Sie soll die Zusammengehörigkeit des gemischten Chores „Schianbliamltol“ in Martell nach außen zeigen

Publiziert in 10/11 / 2020 - Erschienen am 17. März 2020

Martell - Feuerwehren, Musikkapellen und Schützenkompanien treten mit Fahnen auf. Bei Chören ist das eher die Ausnahme. Der gemischte Chor „Schianbliamltol“ in Martell ist nun die Ausnahme, die diese Regel bestätigt. Anlässlich des Festes der hl. Walburga, der Patronin der Marteller Pfarrkirche, wurde die neue Vereinsfahne feierlich gesegnet.
Der aus Stallwies stammende Seelsorger Josef Stricker feierte mit den Martellern den Festgottesdienst in der Pfarrkirche. In seiner Einleitung ging er auf die Bedeutung von Schutzpatronen ein, die in schwierigen Lebenslagen um Hilfe angerufen werden. Das Leben bringe viel Unbekanntes mit sich, das die Menschen verunsichere und mit Sorge erfülle. Als aktuelles Beispiel nannte er die Ausbreitung des Coronavirus und deren Folgen.
Die hl. Walburga als Schutzpatron von Martell findet sich symbolisch angedeutet auch auf der neuen Vereinsfahne des gemischten Chores „Schianbliamltol“, die vom Marteller Künstler Walter Kuenz gestaltet wurde. 

Singender Engel als zentrales Element

Er habe versucht, die Vereinsfahne so gestaltet, dass die profane und die sakrale Ausrichtung des Chores deutlich werde, sagte Kuenz. Zentrales Element der Fahne ist ein Engel in Sing-Pose mit Buch in einem Kreis, dem Symbol der Transzendenz. Er steht gleichzeitig für den Chor und die hl. Walburga. Der Künstler hat auch weitere Symbole einfließen lassen, die sich erst bei näherer Betrachtung erschließen, wie beispielsweise die allegorische Versinnbildlichung des Lebensanfanges und des Lebensendes. Bei der Auswahl der Farben hatte sich Walter Kuenz von den Farben des Himmels inspirieren lassen, nämlich Blau, Gelbgold und Grau. Blau stehe für Wasser, den Strom zum Paradies, erläuterte der Marteller Künstler. Goldgelb symbolisiere Feuer, den Sonnenaufgang und den Sonnenuntergang, das Licht und die Freude der ewigen Glorie. Mit der Farbe Grau verbindet Kuenz Alter und Weisheit. 

Zeichen der Zusammengehörigkeit

Treibende Kraft für die Anschaffung einer Vereinsfahne war Stefan Kobald, der Obmann des gemischten Chores „„Schianbliamltol“. Er bezeichnete die Fahne als ein Zeichen der Zusammengehörigkeit eines Vereines und dankte allen, die einen Beitrag zur Verwirklichung dieses Wunsches geleistet hatten. Ein besonderer Dank ging an die 22 Sängerinnen und Sänger für ihren Einsatz zum Wohle der Dorfgemeinschaft während des ganzen Jahres und an Chorleiter Manuel Regensburger. Er hatte zu diesem festlichen Anlass mit dem Chor für den Festgottesdienst die „Lateinische Messe breve in C“ von Charles Gounod einstudiert. Werner Egger begleitete die Sängerinnen und Sänger an der Orgel.

Große Bedeutung für die Gemeinschaft

Von mehreren Rednern wurde die Bedeutung eines Chores für die Dorfgemeinschaft und die Pfarrgemeinde hervorgehoben. Was wären die Feste im Laufe eines Kirchenjahres ohne einen Chor, hieß es. Sein Gesang spende aber auch bei traurigen Anlässen Trost. Josef Stricker segnete die neue Fahne, die den gemischten Chor „Schianbliamltol“ bei seinen Auftritten begleitet. Die Aufgabe des Fahnenträgers hat Armin Oberhofer übernommen. Die Patin der Fahne ist Gerlinde Fleischmann. Bei der feierlichen Segnung waren auch Bürgermeister Georg Altstätter und Erich Deltedesco, der Obmann des Südtiroler Chorverbandes, als Ehrengäste anwesend.

Redaktion
Vinschger Sonderausgabe

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