Die neue Flussarena am Suldenbach in Prad

Flussarena in Prad

Publiziert in 16 / 2022 - Erschienen am 13. September 2022

Prad - Um einen Baustein reicher ist das Erlebnis- und Wanderangebot, mit dem die Gemeinde Prad für Einheimische und Gäste aufwartet. Es handelt sich um den „Wassererlebnisweg Gargitz“, einen 4,4 Kilometer langen Rundweg entlang des Suldenbachs und Ragitzbachls. Der Weg, gut erreichbar vom Prader Dorfkern aus, vermittelt Inhalte zum Thema Wasser und verbindet Naherholung sowie Natur- und Kulturerlebnis. Begeht man den Weg gegen den Uhrzeigersinn, stößt man im Bereich der alten Hochwasserschutzmauer für Agums auf die erste mehrerer Schautafeln. Sie gibt Auskunft über den Hochwasserschutz in alten Zeiten. Weiter geht es entlang des ehemaligen Waals (Ragitzbachl) in Richtung Schmelz, wo auf der orografisch linken Seite des Suldenbachs eine Flussarena angelegt wurde. Wie Bürgermeister Rafael Alber im Rahmen einer gemeinsamen Begehung und der offiziellen Eröffnung am 9. September ausführte, hat das Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung West den nicht mehr zugänglichen Wanderwegabschnitt ausgeholzt und zum Teil neu angelegt sowie auch die stufenförmige Arena am Bachufer errichtet. Die Schautafeln entlang des Weges weisen auf natürliche, kulturhistorische und biologische Besonderheiten hin. So wird neben dem einstigen Hochwasserschutz in Agums auf über Wohlfühloasen für zahlreiche Tierarten informiert, über den Wert des besonders schönen Waldrandes als Übergangszone zwischen offener Landschaft und Wald oder über den einstigen Scheibenstand des Gargitzer Schießstandes, von dem noch Mauerreste zu sehen sind. Im Bereich der Flussarena erfährt man Wissenswertes rund um den Suldenbach. Mit der Realisierung des Rundweges ist es der Gemeinde gelungen, das Thema Wasser in Prad noch weiter zu vertiefen und zu veranschaulichen. Geplant und entworfen haben die Schautafeln die Biologin Kathrin Kofler und der Dorfchronist Ludwig Veith. In die Wege geleitet hatte das Interreg-Projekt die frühere Gemeindeverwaltung. Der ehemalige Bürgermeister Karl Bernhart freute sich, dass die neue Verwaltung das Vorhaben erfolgreich umgesetzt hat. Rafael Alber dankte alle Beteiligten: der Gemeinde Ladis als Leadpartner, der Wildbachverbauung, der Eigenverwaltung Prad als Grundbesitzer, dem Tourismusverein Prad, der Forststation, dem Nationalpark, Friedl Sapelza (GWR bzw. Interreg-Rat Terra Raetica) und allen weiteren Institutionen und Personen, die mitgeholfen haben. Die Gesamtkosten für die Gemeinde Prad bezifferte der Bürgermeister mit ca. 80.000 Euro. 80 Prozent davon werden mit Geldmitteln der EU bestritten. Auch Amtsdirektor Peter Egger (Wildbach- und Lawinenverbauung West) sprach von einem erfolgreichen Projekt. Ausgeführt wurden die Arbeiten unter der Regie des Vorarbeiters Florian Hofer. Wie Egger präzisierte, kann die Wildbach- und Lawinenverbauung derartige Arbeiten nur dann für Dritte ausführen, wenn das Projekt mit Bächen und Flüssen zu tun hat und wenn der Auftraggeber, in diesem Fall die Gemeinde Prad, die Kosten zur Gänze vorauszahlt.

Josef Laner
Josef Laner

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