Amaté mit Richard Sigmund als Dirigent und Orpheus, Mirjam Gruber als Eurydike, Katja Trojer als Amor und Veronika Fliri als Sprecherin. Am Klavier Luca Schinai
Richard J. Sigmund und Petra Theiner wollen Oma Maria, ihre Enkel Natascha, Gabriel und Linda Jost unterstützen und ihnen ein Leben in Südtirol ermöglichen.

„Ihr seid nicht allein“

Publiziert in 33 / 2019 - Erschienen am 1. Oktober 2019

Latsch - „Ich möchte nicht, dass ihnen das widerfährt, was mir widerfahren ist“, meinte der Musiker Richard J. Sigmund. Ihm schloss sich Petra Theiner aus Prad an: „Ich weiß, was es bedeutet, als kleines Kind den Vater zu verlieren.“ Es waren Worte, die zu Herzen gingen, gesprochen nach einer konzertanten Vorstellung auf höchstem Niveau. Sigmund hatte mit seinem Vocal-Ensemble „Amaté“ die griechische Sage „Orpheus und Eurydike“ als Kurzfassung für Klavier, Frauenstimmen, Solisten und Erzählerin zur Aufführung gebracht. Die Liebesgeschichte hat durch alle Jahrhundert bis heute Musiker und Künstler bewegt. Die bemerkenswerte Darbietung in der Kirche „Unserer lieben Frau auf dem Bichl“ dürfte auch die erfreulich zahlreichen Besucher berührt haben. Es herrschte Betroffenheit, als Petra Theiner das Schicksal von Natascha (5), Gabriel (9) und Linda (10) schilderte. Sie waren ohne Mutter mit Vater und Oma vor 2 Jahren aus der Slowakei nach Prad gekommen. Das Leben schien sich zum Besseren zu wenden. Vater Thomas fand Arbeit und die Kinder ein festgefügtes, ruhiges Leben. Gemeinsam wollten sie mit Oma im August einen Kurzurlaub am Meer verbringen, als Tomas Jost plötzlich an Herzversagen starb. Wie Orpheus und Amor in der Sage versuchten Sigmund und das Ensemble Amaté mit Musik und mit der Kraft und Tiefe ihrer Stimmen wieder Hoffnung zu wecken und ihnen eine Hand zu reichen. Sigmunds Feststellung, Helfen sei das Wesentliche im Leben, sollte vom Abschlusslied „Trionfo d’Amor“ wohl unterstrichen werden. 

Günther Schöpf
Günther Schöpf
Vinschger Sonderausgabe

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