Josef Perger (rechts), der Leiter des Lehrgangs, lobte die praxisorientierten Abschlussarbeiten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Im Innenhof und in den Arkadengängen der Schlandersburg konnten die Abschlussarbeiten besichtigt werden.
Im Innenhof und in den Arkadengängen der Schlandersburg konnten die Abschlussarbeiten besichtigt werden.
Im Innenhof und in den Arkadengängen der Schlandersburg konnten die Abschlussarbeiten besichtigt werden.
Im Innenhof und in den Arkadengängen der Schlandersburg konnten die Abschlussarbeiten besichtigt werden.

Konzeptuelle Denkmalpflege

Publiziert in 34 / 2019 - Erschienen am 8. Oktober 2019

Schlanders - Mit der Abschlusspräsentation der praktischen Arbeiten und einer zweitägigen Ausstellung im Innenhof und in den Arkadengängen der Schlandersburg wurde am letzten Wochenende im September der zweijährige Masterlehrgang „Konzeptuelle Denkmalpflege“ abgeschlossen. Zwei Jahre lang hatten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Wesentlichen damit befasst, wie historische Gebäude nachhaltig, einfühlsam und fachgerecht saniert werden können. „Wir leben in einer alten Kulturlandschaft mit wertvollen Bauten. Dieses Renaissanceschloss hier ist eines der Beispiele“, sagte der Universitätsprofessor Josef Perger, der den 12 Module umfassenden Lehrgang geleitet hatte. Die Studierenden hatten sich an drei Austragungsorten (Krems, Schlanders und Müstair) viel Wissen über nachhaltige und denkmalschutzgerechte Sanierung historischer Bausubstanz angeeignet, wobei auch die Arbeit am Detail großgeschrieben wurde. Das räumliche Potential der Heustadel in Graubünden war ebenso ein Thema wie das Gestalten mit Ornament und Farbe auf Holzoberflächen, der Mehrfarbenputz, die Gestaltung von Verabschiedungsplätzen und Friedhöfen, das Arbeiten mit Flachs oder die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten von Sackleinen. Ziel des Lehrganges war es auch, ein Gespür für die verschiedenen Materialien der historischen Bausubstanz zu entwickeln sowie zu verstehen, wo und unter welchen Umständen diese erfolgreich eingesetzt wurden und heute noch eingesetzt werden können. Etwa in der Pflege von Altbauten, bei deren Erweiterung und auch am Neubau. Die Anforderungen von Seiten der Denkmalpflege sowie auch von der privaten und öffentlichen Bauherrschaft gehen vermehrt in diese Richtung. Daher ist es wichtig, die entsprechenden Techniken zu kennen und unter den heutigen Bedingungen erfolgreich anzuwenden. Folgende Lehrgangsteilnehmer/innen aus Südtirol, Österreich und der Schweiz haben ihre praxisorientierten Abschlussarbeiten ausgestellt: Tommaso Arnaboldi, Alice Ennemoser, Emilia Hofer, Karl Hofer, Günther Lanner, Christine Reitinger und Lavinia Stiz. Außerdem waren neue Projekte früherer Absolventen/innen zu sehen (Hansjörg Alber, Renate Deschauer, Sabine Kiniger, Evi Pitscheider und Michael Prizzi). Der Lehrgang ist ein gemeinschaftliches Partnerprojekt des Innovations- und Gründerzentrums BASIS Vinschgau Venosta, der Gemeinde Schlanders und der Stiftung Pro Kloster St. Johann in Müstair (Bauhütte Müstair). Angesiedelt ist der Lehrgang an der Donau-Universität Krems. Im Herbst 2019 beginnt ein neuer Studienzyklus. Josef Perger ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Entwurf und Architektur, Professur Gion Caminada, der ETHZ (Eidgenössische Technische Hochschule Zürich). Er verknüpft mit seiner Arbeit spezifische Forschungsprogramme der ETHZ und der Donau-Uni Krems. Zu den Ehrengästen bei der Ausstellungseröffnung in der Schlandersburg gehörten die Kulturreferentin Monika Habicher Wielander und Bürgermeister Dieter Pinggera.

Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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