Namhafte Bühnen, buntes Programm
Publiziert in 31 / 2010 - Erschienen am 8. September 2010
Schlanders – Das Wiener Burgtheater, das Theater in der Josefstadt, das Badische Staatstheater Karlsruhe und die „bremer shakespeare company“ – vier große Bühnen sind in der Spielzeit 2010/2011 zu Gast in Schlanders. Was sie zur Aufführung bringen werden, ist nicht minder attraktiv.
Thomas Bernhard war zweifellos einer der spritzigsten Kritiker unserer modernen Gesellschaft. In seinem Stück „Der Theatermacher“ hat er sich selbst ironisch den Spiegel vorgehalten. Somit ist die Inszenierung dieses Stückes durch das Badische Staatstheater Karlsruhe, die am 14. Oktober den Auftakt der neuen Spielzeit des Südtiroler Kulturinstituts in Schlanders bilden wird, ein Paradebeispiel für das Motto der neuen Saison: „Gespie(ge)ltes Leben“. „Theater ist gespieltes, ist gespiegeltes Leben“, sagt Direktor Peter Silbernagl, „es hat immer auch etwas mit uns selbst zu tun“.
Am 26. November ist das Wiener Burgtheater zu Gast im Kulturhaus „Karl Schönherr“ und wird eine aufsehenerregende Inszenierung von William Shakespeares „Sturm“ zeigen. Regisseurin Barbara Frey hat das Stück auf 90 Minuten und drei Personen gekürzt. Was dabei herauskam ist aber kein Stürmchen, sondern ein gewaltiger Sturm.
Ins 21. Jahrhundert und in die Zeit der Liebe per Mausklick entführt uns das Theater in der Josefstadt, das am 17. Februar eine Bühnenversion von Daniel Glattauers Bestseller „Alle sieben Wellen“ zeigen wird. Ex-Kommissar-Rex-Darsteller Alexander Pschill und Ruth Brauer-Kvam spielen ein Paar, das sich per E-Mail gefährlich nahe kommt.
Zum Abschluss der Spielzeit am 27. April wird dann noch einmal William Shakespeare auf dem Programm stehen, und zwar seine Komödie „Viel Lärm um Nichts“, die von der „bremer shakespeare company“ gezeigt wird, die damit ihr Debüt in Südtirol gibt.
Abonnements für die vier Theateraufführungen sind vom 10. bis 22. September bei Athesia oder im Südtiroler Kulturinstitut erhältlich. Einzelkarten gibt es ab dem 24. September. Das detaillierte Programm findet sich unter
www.kulturinstitut.org oder kann unter Tel. 0471 313800 angefordert werden.