Selma Mahlknecht bei der Preisverleihung im Palazzo Labia in Venedig.

Preis für Selma Mahlknecht 

Publiziert in 33-34 / 2021 - Erschienen am 12. Oktober 2021

Plaus/Naturns/Venedig - Selma Mahlknechts Essay „Berg and Breakfast. Ein Panorama der touristischen Sehnsüchte und Ernüchterungen“, erschienen bei Edition Raetia, wurde am 18. September im Palazzo Labia in Venedig ausgezeichnet. Den Hauptpreis erhielt Irene Borgna, der Essay der in Plaus aufgewachsenen Autorin wurde mit einem der Anerkennungspreise des „Premio Mario Rigoni Stern“ gewürdigt. Die Begründung der Jury zum Buch von Selma Mahlknecht: „Das Buch ist eine Reflexion über ökologische Nachhaltigkeit, in der Hoffnung, dass das Bewusstsein für den Wert der Umwelt wächst und dass wir beginnen, über alternative Tourismus- und Lebensmodelle nachzudenken“. Mahlknecht liefere „interessante Perspektiven auf die vielen Dimensionen des Bergtourismus“, und sie leite den Blick „in intelligenter Weise und gut dokumentiert“ auf die „stereotypen Bilder“, die wir von den Bergen haben, und auf die unterschiedlichen Motive, die zum Reisen in die Berge anregen. Die Berge seien ein knappes Gut, so sagte es Mario Rigoni Stern einmal, „von dem man die Zinsen einnehmen, aber nicht das Kapital aufbrauchen“ sollte. Ihr Buch unter den 4 Preisträgern des Premio Mario Rigoni Stern zu sehen, sei für sie eine besondere Auszeichnung, freut sich Selma Mahlknecht. „Mario Rigoni Stern war ein sensibler und kritischer Beobachter der Entwicklungen im alpinen Raum, und in dieser Hinsicht steht jedes der vier nominierten Bücher in seiner Gefolgschaft. Alle thematisieren die Verletzlichkeit und Gefährdung der Bergregion und die entscheidende Rolle, die wir als Bewohner und Besucher darin spielen. Das Thema Tourismus, das mein Buch behandelt, widmet sich besonders der Verschränkung von Ökologie und Ökonomie, ein Thema, das zu den großen Herausforderungen der Zukunft gehört, wie auch die hervorragende Platzierung beim Premio Mario Rigoni Stern unterstreicht“, so Mahlknecht. Der Mario-Rigoni-Stern-Preis ist ein den gesamten Alpenbogen überspannender Literaturpreis, der Werke aus allen in den Alpen gesprochenen Sprachen zum Wettbewerb zulässt. Der Essay „Berg and Breakfast“ zeigt die Widersprüche des alpinen Tourismus auf.

Redaktion
Vinschger Sonderausgabe

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