Urig und originell

„Lootscher Fosnocht“

Publiziert in 9 / 2019 - Erschienen am 12. März 2019

Laatsch - Der Papst war da, die englische Königin, der Märchenprinz Arno Kompatscher und ein Moderatoren-Team, von dem selbst große Fernsehanstalten nur träumen können, nämlich Heidi Klum und ihr „geiler Tommy“: Einmal im Jahr, genauer gesagt am Faschingssonntag, ist Laatsch der Nabel der Welt. Auch die heurige Auflage der „Lootscher Fosnocht“ war wieder in höchstem Maß urig, originell und einzigartig. Alle Mitwirkenden hatten sich große Mühe gegeben, um das zahlreiche Publikum zu unterhalten, zum Lachen zu bringen und zu überraschen. Zum mehrstündigen Programm, musikalisch umrahmt von der „Fosnochtsmusi“, gehörten frische, kecke und zum Teil nur für „Ureinwohner“ verständliche „Nochrichtn“ sowie 3 Theaterstücke, geschrieben von der Laatscher Mundartdichterin Genoveva Blaas Telser. Beim Dorfplatz konnte man miterleben, wie „einfach“ es für eine Mutter ist, zwei junge Bürschchen zu erziehen und einen nicht gerade vorbildhaften Ehemann zu versorgen. Auf dem Kirchplatz hingegen ging es um die Jagd und um ein frisch pensioniertes Laatscher Ehepaar, das erstmals ans Meer fährt. Mehrfach zu bewundern war auch der „DJ Hamala Leif“. Er stellte seine neue Klatsch-Maschine vor und schlüpfte in die Rolle des Landeshauptmannes. Deutlich „aufgegriffen“ wurden heuer u.a. unliebsame Zustände im Zusammenhang mit der Firmung bzw. den langen Vorbereitungszeiten dafür in der Gemeinde Mals. Abgeschlossen wurde die „Lootscher Fosnocht“ traditionsgemäß mit der Versteigerung einer hochstämmigen Lärche, die von der Eigenverwaltung Laatsch zur Verfügung gestellt worden war. Die Äste gingen heuer für 360 Euro nach Schluderns, der etwas mehr als 31 Meter lange Stamm nach New York. Das darf deshalb behauptet werden, weil der Künstler Sven Sachsalber aus Laatsch, der den „Larch“ für 500 Euro ersteigerte, auch in New York künstlerisch tätig ist. Gedankt wurde abschließend den Theaterspielern, Textschreibern, Wagenbauern, „Fosnochtsmusikanten und allen weiteren Laatscherinnen und Laatschern, die sich - in welcher Form auch immer - für die heurige Ausgabe der „Lootscher Fosnocht“ engagiert hatten.

Josef Laner
Josef Laner

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