Geschütztransport auf den Ortler, Sommer 1917.

Die Ortlerfront in Bildern

Schluderns – Beeindruckende Fotos des Kriegsalltags an der Ortlerfront (1915 bis 1918) können noch bis Mitte September im Vintschger Museum in Schluderns besichtigt werden. Die Aufnahmen stammen aus dem Bildarchiv von Oberleutnant Franz Haller. Haller war Kavallerist an der galizischen Ostfront, als in der Heimat der Krieg gegen Italien ausbrach. Er war Bergsteiger und ließ sich zur 1. k.u.k. Bergführerkompanie in Sulden versetzen. Als Stellungskommandant veranlasste er den Transport einer Gebirgskanone auf den Ortlergipfel. Als passionierter Fotograf hat Franz Haller ­seine Kamera nicht nur auf das Kriegsgeschehen und die militärischen Aktionen gerichtet. „Seine Bilder sind beeindruckend zeitlos“, schreibt sein Sohn Franz J. Haller jun. (­Gargazon). Er wünscht sich, dass die Frontbilder seines ­Vaters sowie auch die Aufnahmen von Albert Ellmenreich zum Kriegsende in Meran, die ebenfalls im Vintschger Museum zu sehen sind, „all jenen gerecht werden, die damals erleben mussten, was sie nie erleben wollten“. Im Rahmen der Ausstellung, die das Vintschger Museum in Zusammenarbeit und mit Unter­stützung der Banca Popolare di Sondrio organisiert hat, wird außerdem auch ein zehnminütiger Film von Sebastian Marseiler und Franz J. Haller zur Ortlerfront 1915 bis 1918 gezeigt, und zwar in deutscher und italienischer Sprache. Auch bei diesem filmischen Essay steht das Bildarchiv von Oberleutnant Haller im Mittelpunkt. Die Ausstellung kann von Dienstag bis Sonntag von jeweils 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 18 Uhr besichtigt werden sowie jeden Mittwoch zusätzlich von 20.30 bis 22 Uhr.
Josef Laner
Josef Laner

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