So soll sich das Rathaus nach dem Auszug der Schule und den Umbauarbeiten präsentieren; links im Bild das geplante Musikprobelokal mit Pavillon.

Fast 45 Prozent Abgebot für Schulneubau

Publiziert in 30 / 2010 - Erschienen am 1. September 2010
Taufers i.M. – Die Ausschreibungssumme belief sich auf über 2 Millionen Euro, doch tatsächlich kosten soll der Neubau der Grundschule in Taufers im Münstertal „nur“ 1,094 Mio. Euro, wobei allerdings noch rund 300.000 Euro an technischen Spesen, Mehrwertsteuer und weiteren Ausgaben dazu kommen. Bürgermeister Hermann Fliri ist froh, dass der Zuschlag für den schlüsselfertigen Neubau der Schule samt Einrichtung an die Firma ITE Group aus Modena vergeben werden konnte. Dieses Unternehmen hatte ein Abgebot von 44,98 Prozent unterbreitet. Der Vertrag zwischen der Gemeinde und der ITE Group wurde am 23. August unterzeichnet. Hermann Fliri verweist ausdrücklich darauf, dass eine technische Kommission sämtliche Unterlagen der Firma bezüglich Seriosität und Güte überprüft hat. „Es gibt diesbezüglich nichts einzuwenden. Die Firma, die derzeit unter anderem auch in Bruneck ausführt, ist in Ordnung“, so Fliri. Die Frist für den Abbruch des Gebäudes, das dem Neubau weicht, und die Errichtung des neuen Schulhauses ist am 30. August angelaufen. 460 laufende Kalendertage stehen der ITE Group als Bauzeit zur Verfügung. Demnach müsste die neue Schule am 1. Dezember 2011 fertig gestellt sein. Insgesamt hatten sich 12 Firmen am Wettbewerb beteiligt, 4 davon aus Südtirol, wobei die Abgebote derselben laut Fliri alle unter 10 Prozent lagen. Finanziert wir der Schulbau mit Mitteln aus dem Landes-Rotationsfonds, der für Bauvorhaben der Gemeinden eingerichtet wurde. Laut Fliri muss die Gemeinde jährlich 2,5 Prozent des Kapitals zurückzahlen, und zwar für 20 Jahre: „Das macht insgesamt rund die Hälfte der Ausgaben aus. Dank des hohen Abgebotes und der Finanzierung über den Rotationsfonds stehen uns nun im Haushalt im Gegensatz zum früher vorgesehenen Kosten- und Finanzierungsrahmen jährlich rund 25.000 Euro mehr für die Deckung der laufenden Ausgaben zur Verfügung, und das für 20 Jahre.“ Nach der Übersiedelung der Schule vom derzeitigen Standort im Rathausgebäude soll letzteres umgebaut werden. Vorgesehen ist in erster Linie die Schaffung zusätzlicher Räume für die Gemeinde sowie ein Musikprobelokal mit Pavillon und entsprechender Außengestaltung. Die Kosten für dieses Vorhaben werden mit rund 1,6 Mio. Euro beziffert. Die Finanzierung ist noch sicher zu stellen. Sonne „spült“ Geld in die Gemeindekasse Das ziemlich eng bemessene Kapitel zur Deckung der laufenden Ausgaben will die Gemeinde Taufers auch mit der Kraft der Sonne etwas auf­stocken. So sollen laut dem Bürgermeister noch innerhalb heuer 4 Photovoltaikanlagen gebaut bzw. in Betrieb genommen werden: eine auf dem Dach des Gemeindehauses (das Dach bleibt im Zuge des geplanten Umbaus bestehen), eine beim Recyclinghof (Überdachung), eine bei der Sportzone und eine auf dem Dach eines Unterstellplatzes für landwirtschaftliche Maschinen in Rifair. Der Bau der 4 Anlagen kostet insgesamt ca. 1,2 Mio. Euro. „Wir als Gemeinde gehen davon aus, für einen Zeitraum von 20 Jahren zwischen 60.000 und 70.000 Euro pro Jahr aus dem Stromverkauf herauszu­holen“, so der Bürgermeister. Bauschäden an der Turnhalle Bauschäden sind an der erst vor 6 Jahren neu gebauten Schulturnhalle in Taufers zu beklagen. Es handelt sich um Wasserschäden. Eingedrungen ist das Regenwasser über das Flachdach. Laut dem Bürgermeister sind die verantwortlichen Firmen bereits mit der Behebung der Schäden beschäftigt. Auf die Gemeinde kommen diesbezüglich keine Kosten zu, „denn für 10 Jahre haften die Firmen“, so der Bürgermeister. Nichts desto trotz müsse man bei den Firmen „stark dahinter sein, denn sonst rührt sich nichts.“
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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