Köstliches aus dem Martelltal
Publiziert in 44 / 2011 - Erschienen am 7. Dezember 2011
Martell – Die diesjährige Vollversammlung der Bäuerinnenortsgruppe Martell stand ganz im Zeichen der landwirtschaftlichen Produkte des Tales. Mehrere Höfe stellten ihre Erzeugnisse vor und luden zur Verkostung ein. Ein weiterer Höhepunkt der Vollversammlung war die Ehrung von zwei verdienten Bäuerinnen.
Zuvor konnten Ortsbäuerin Helene Gamper und ihr Ausschuss den Marteller Ortspfarrer Hochwürden Alois Wallnöfer, die Bezirksbäuerin Ingeborg Rechenmacher, Bürgermeister Georg Altstätter, Bauernbundobmann Josef Maschler, Bauernjugendvertreterin Magdalena Stricker, Gemeindereferentin Heidi Gamper und einige bäuerliche Gemeindevertreter, MEG-Geschäftsführer Peter Gamper sowie sehr viele Marteller Bäuerinnen und Frauen begrüßen. Nach Tätigkeits- und Kassabericht hoben die Ehrengäste die wichtige und wertvolle Aufgabe der Bäuerinnen auf ihren Höfen und in den bäuerlichen Familien hervor. Die Vielfalt der landwirtschaftlichen Produkte zeige die Kreativität und den Fleiß einiger Marteller Bauernfamilien, sagte die Bezirksbäuerin in ihren Grußworten. Dieses landwirtschaftliche Unternehmertum im ländlichen Raum sei notwendig, da Arbeitsplätze und attraktive Einkommensmöglichkeiten geschaffen werden. Die Bezirksbäuerin stellte den Ausbildungslehrgang „Brotzeit – gsund und guat“ vor, der vor kurzem an der Fachschule für Hauswirtschaft begonnen hat.
Für ihre langjährige Mitarbeit in der Südtiroler Bäuerinnenorganisation wurden Aloisia Ratschiller Jäger (8 Jahre) und Erika Stricker Fieg (12 Jahre) mit einer Anerkennungsurkunde und Blumen geehrt.
Anschließend stellte Peter Gamper die Regionalentwicklungsgenossenschaft Martell 3 B vor, der heute 40 Mitglieder angehören. Für die drei Weiterbildungsprojekte „Botschafter des Tales“, „Wanderführerausbildung“ und „Produktpräsentation und Verkauf“ seien noch Plätze frei, so Gamper. Ein weiterer Punkt war die Vorstellung der Erdbeererlebniswelt „Trattla – das Tor zum Martelltal“. Das Freizeitzentrum soll Knotenpunkt für Landwirtschaft, Handel, Tourismus, Umwelt und Soziales mit Bauernladen, Schauproduktionsraum, Gastronomiebetrieb, Erdbeerrundweg usw. werden. Interessant seien dabei vor allem die Teilzeitarbeitsplätze für Einheimische, die geschaffen würden, so Peter Gamper. Zum Abschluss der Vollversammlung stellten die Hofkäserei Rainhof, der Kräuteranbaubetrieb Tasahof, der Viehbetrieb Niederhof und die Biokäserei Gandhof ihre vielfältigen Köstlichkeiten vor. Dazu gab es selbstgebackenes Brot von den Marteller Höfen Braita, Greit, Premstl und Oberhof.
Michael Seibstock vom Meraner Traditionsbetrieb Seibstock präsentierte den Anwesenden die von ihm produzierte Premiumlinie der Marteller Erdbeermarmelade und stellte eine zukünftige Kooperation in Aussicht.