Planeiler wollen Beteiligung an Puni GmbH

Publiziert in 5 / 2010 - Erschienen am 10. Februar 2010
Planeil – Bei der Bürger­versammlung in Planeil anlässlich des Projektes „Zukunftswerkstatt Gemeinde Mals“ habe sich ein Thema eindeutig herauskristallisiert, und zwar die direkte Beteiligung der ­Planeiler Bevölkerung an der Puni GmbH. „Der Vinschger“ hat am Tag nach der Versammlung mit Bürgermeister Ulrich Veith gesprochen. Viele Planeiler seien gekommen und hätten in Arbeitsgruppen gearbeitet. Das wichtigste Thema sei die Beteiligung an der Puni GmbH gewesen, gefolgt von der Anbindung an den City-Bus sowie von der Sanierung des Vereinshauses und einem eigenen Weg für Lastwägen und Traktoren. Bernd Karner, der die Koordination der Leitbild-Erstellung für die Gemeinde Mals inne hat, ergänzt auf Anfrage, dass zum Beispiel das Tal, die Flora, die Fauna, die Natur, die gute Luft, die Kirche, die Schule als positive Merkmale von Planeil angeführt worden seien. Andererseits sei das Dorf zu wenig bekannt, es bräuchte eine bestimmte Entwicklung, dass Gemeinschaft noch mehr gelebt werden könne. Auch ein touristischer Aufschwung sei notwendig. Zudem seien viele der Planeiler gezwungen, auswärts als Arbeitnehmer zu arbeiten, das auch mit hohen Kosten verbunden sei, etwa mit der Notwendigkeit, zwei Autos in einer Familie zu haben. Um nicht weiterhin „Bittsteller“ zu sein, sagt Karner, sehe die Bevölkerung eine Ressource im künftigen E-Werk. Bürgermeister Veith ist überzeugt, dass die Planeiler auch am Stromkuchen mitnaschen sollten, aber nicht in Form einer prozentuellen Beteiligung, sondern in Form einer Auszahlung einer jährlichen „be­achtlichen Summe“. Zahlen wollte der Bürgermeister noch keine nennen. Eine Arbeitsgruppe sei in Planeil eingesetzt worden, die sich mit dem ­Thema Puni GmbH befasst. Der Vorschlag des Bürgermeisters werde von dieser aber vehement zurückgewiesen. Nun soll eine Bürgerversammlung in Planeil stattfinden, damit dieses Thema noch einmal genau diskutiert werde, sagt Veith. Weiters stellt der Bürgermeister fest, dass das Dorf Projekte und Visionen ­haben soll. Dies unterstreicht auch Karner: „Die Planeiler ­sollen ein Konzept für die Zukunft haben, dann halten sie auch bessere Karten in der Hand“. Geld sei ein Mittel für die Verwirklich­ung von Ideen. Veith könne sich zudem vor­stellen, dass die zwei Vorschläge, jener der Gemeinde und jener der Planeiler, in den Gemeinderat zur Abstimmung kommen könnten. „Der Vinschger“ hat mit einem der Vertreter der Arbeitsgruppe gesprochen, der nicht genannt werden will. Die Arbeitsgruppe­ bestehe aus Mitgliedern der Fraktionsverwaltung, des SVP-Ortsausschusses und der ­örtlichen Vereine. Diese habe vor der Versammlung zur „Zukunfts­werkstatt“ ein Treffen mit der Bevölkerung in Planeil organisiert zum Thema Puni GmbH. „95 Prozent der Be­völkerung will die Beteiligung und nicht die jährliche Summe der Gemeinde, die Planeiler stehen fast alle hinter der Forderung der Arbeitsgruppe“, sagt deren Verteter. Auch er will noch nicht mitteilen, wie hoch sie sich diese Beteiligung vorstellen. Zur Erinnerung: Das Puni E-Werk ist ein Gemeinschaftsprojekt der SEL AG (40 Prozent) und der Gemeinde Mals (E-AG, 60 Prozent). Es soll jährlich 14,5 Mio. Kilowatt-Stunden (kWh) produzieren, das Einzugsgebiet umfasst 25,1 Quadratkilometer.
Daniela di Pilla
Daniela di Pilla
Vinschger Sonderausgabe

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