Schluderns jubelt und plant für die nächste Ausgabe

Publiziert in 30 / 2010 - Erschienen am 1. September 2010
Schluderns – Ein unglaubliches Wetterglück in einem unglaublich unstabilen August und ein nicht mehr aufzuhaltender Identifikationsprozess der Vinschger mit den Ritterspielen zeichneten die Ausgabe 2010 aus. Es staunten wieder die Vinschger und es staunten Besucher aus allen Landesteilen und aller Herren Länder, dass ein Dörfchen wie Schluderns imstande ist, das größte Geschichtsspektakel im Alpenraum auf die Beine zu stellen. Im 5. Anlauf, nach furiosem Auftakt, schmerzlichen Trennungen und finanziellen Unsicherheiten schien wieder eine heiße und verheißungsvolle Sonne auf den Talkessel zwischen ­Glurns, Schloss Lichtenberg und Churburg. Präsident ­Urban Thanei und sein Koordinator Mirko Stocker konnten nicht nur mit moralischer Schützenhilfe von Johannes Graf Trapp und Bürgermeister ­Erwin Wegmann endlich einen Hauch Vinschger Zuspruch spüren. Es haben nicht nur vermehrt Touristiker von „unseren Ritterspielen“ gesprochen, sondern es waren auch Vinschger Gruppen im Umzug zu entdecken. Ein hoffnungsvolles Zeichen in einem Tal, das – von wenigen Ausnahmen abgesehen – in Südtirol nicht unbedingt als ein Vorbild für Zusammenhalt und Kooperationsfähigkeit gilt. Dem auffordernden „Jubel, Jubel!“ der Teilnehmer an die staunenden Zuschauer beim Umzug wurde diesmal mit vergleichbar mehr Begeisterung und Applaus Folge geleistet. Laut Präsident Urban Thanei wurden an die 12.000 Besucher gezählt, 9 Prozent mehr als 2009. In die „ewige Rangliste“ wird die 5. Auflage der Südtiroler Ritterspiele als drittbeste in der Besucherzahl und als die größte an Teilnehmern und Marktständen eingehen.
Günther Schöpf
Günther Schöpf
Vinschger Sonderausgabe

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