Im Bild (von links): Joachim Theiner, Andreas Steck, Erhard Joos, Peter Hofer und Andreas Innerhofer.

Zusammenhalt weiter stärken

Publiziert in 5 / 2010 - Erschienen am 10. Februar 2010
Laatsch/Mals – In der Gemeinde Mals finden schon seit einiger Zeit Gespräche ­zwischen Vertretern der Handwerker, des HGV, des Handels und des Fremdenverkehrs statt. „Diese Wirtschaftsgespräche sind sehr wichtig, denn sie ­fördern den Konsens, stärken den Zusammenhalt unter den verschiedenen Wirtschaftszweigen und tragen dazu bei, Projekte bei der Gemeinde besser voranzutreiben“, sagte Andreas Steck, der Obmann der Ortsgruppe Mals des Landesverbandes der Handwerker (LVH) bei der gut besuchten Jahreshauptversammlung, die am 2. Februar im Gasthof „Lamm“ in Laatsch stattgefunden hat. Steck hofft, dass die Wirtschaftsgespräche fortgesetzt werden und die Zusammenarbeit weiter wächst. Das gegenseitige Aushelfen sei sehr wichtig. Große Bedeutung misst der Ortsobmann auch dem Projekt „Zukunftswerkstatt Marktgemeinde Mals“ zu. Ein wichtiges Anliegen sei es dem Ausschuss, LVH-Kurse in Mals organisieren zu können. Beim Malser Dorffest, das 2010 in größerem Rahmen stattfinden wird, wird sich das Handwerk beteiligen. „Was in Mals allen fehlt, ist eine Tankstelle“ Aber auch auf Probleme wiesen Andreas Steck und weitere Handwerksvertreter hin. Was in der Gemeinde fehlt, sei vor allem eine Tankstelle. Eine solche wünschen sich nicht nur die Handwerker und die gesamte Wirtschaft, sondern die ganze Bevölkerung. Bei Ausschreibungen öffentlicher Arbeiten seitens der Gemeinde sollten laut Steck nicht immer die gleichen Betriebe eingeladen werden, „und wenn es zum Beispiel um Maurerarbeiten geht, sollte eine Maurerfirma angeschrieben werden“. Manchmal komme es hier zu einem Durcheinander. Als Hemmschuh für die Wirtschaft - und nicht nur - wurde bei der Diskussion der mangelnde Internet-Breitbandanschluss (ADSL) genannt. Der Gemeindereferent Joachim Theiner, der unter anderem für die Wirtschaft zuständig ist, sagte, dass Glasfaser-Kabel verlegt werden, sodass das Problem im Haupt­ort Mals und dessen Umgebung (Reichweite von ca. 6 Kilometern) voraussichtlich noch innerhalb 2010 gelöst werde könne. Für die Seitentäler seien Funk-Anschlüsse vorgesehen. Zur fehlenden Tankstelle meinte Theiner, dass es nicht einfach sei, einen Standort zu finden. Die Gemeindeverwaltung sei sich des Problems bewusst und bemühe sich um eine Lösung. Weiterhin einsetzen werde sich die Verwaltung dafür, dass ­öffentliche Arbeiten möglichst an Betriebe der Gemeinde vergeben werden. Derzeit allerdings herrsche im Bereich der öffentlichen Ausschreibungen rechtliche Unklarheit. Große Investitionen (20 bis 25 Mio. Euro) seien in der Gemeinde Mals im Energiesektor geplant: Photovoltaik und E-Werke. In diesem Bereich gebe es in Mals aber leider keine Betriebe, die für solche Aufträge in Frage kämen. Dennoch werde man sich bemühen, zumindest einen Teil der Arbeiten an örtliche Betriebe zu vergeben, „wenn es irgendwie geht.“ Die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und allen Interessensgruppen ist der Gemeinde­verwaltung laut Theiner ein großes Anliegen: „Alle sollen mitreden und mitgestalten. Wir hoffen, dass wir mit dem Projekt ‚Zukunftswerkstatt’ zu einem guten Leitbild für unsere Gemeinde kommen.“ Zum Thema Energie meinte Andreas Steck: „Es wird zwar seit Jahren diskutiert, verhandelt und ge­stritten, doch die Stromrechnung ist noch nie kleiner geworden.“ Über die Verbandstätigkeiten im Bezirk Obervinschgau und auf Landesebene informierte Bezirksobmann Erhard Joos. Der LVH-Rentenfachmann Andreas Innerhofer sprach über Für- und Vorsorge im Handwerk. Bezirksbüroleiter Peter Hofer berichtete über Neuer­ungen im Steuer- und Förderbereich.
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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