ASGB: Ärger Kompatschers nachvollziehbar

Die Bundessekretärin des Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbundes (ASGB), Priska Auer, nimmt die Kritik des Landeshauptmannes, Arno Kompatscher, welche sich an die Regierungsparteien 5-Sterne-Bewegung und Lega richtet, mit Wohlwollen zur Kenntnis. Es könne nicht sein, dass andauernd in autonome Zuständigkeiten reingepfuscht werde und Absprachen nicht eingehalten werden.

- Als besonders brisant sei in dieser Hinsicht, so Auer, die Tatsache zu werten, dass die Ärzteausbildung nach österreichischem Vorbild in Südtirol verboten werden soll. Im Hinblick auf drohende Zwangsaustragungen von deutschsprachigen Ärzten aus der Ärztekammer und jüngst getätigten Aussagen von 5-Sterne-Bewegungs-nahen Funktionären könne man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass im Sanitätsbereich auf nationaler Ebene bewusst gegen Südtirol Stimmung gemacht werde.

Die Abgeordneten der Lega im Südtiroler Landtag und Landesrat Giuliano Vettorato, genauso wie der Südtiroler Kammerabgeordnete Filippo Maturi seien nun gefordert, unterstreicht Auer, der Parteileitung der Lega die Auswirkungen, die die neo-zentralistischen Tendenzen in Rom für Südtirol bringen würden, zu erklären und auch dementsprechend zu intervenieren. Das Regierungsprogramm zwischen SVP und Lega beinhalte unter anderem ein starkes Bekenntnis zur Autonomie, dies zu bekräftigen sei nun Aufgabe der Südtiroler Lega-Exponenten.

„Der ASGB unterstützt vollinhaltlich die Entscheidung Kompatschers, Unterstaatssekretär und Lega-Vizechef Giancarlo Giorgetti über die Missstände zu informieren und eine autonomiefreundlichere Gangart zu fordern. Der Ärger des Landeshauptmannes über gewisse nationale Entscheidungen ist absolut nachvollziehbar und wird vom ASGB auch geteilt“, stellt Auer klar.

ASGB

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