ASGB: Das Kreuz mit der Post

Aus vergangenen Fehlern nichts gelernt – auch aktuell findet kein Gegensteuern in der Misere statt.

- Auf die seit Wochen anhaltenden Probleme mit der Postzustellung und speziell jene in Bozen kann der ASGB die Stellungnahme einer Gewerkschafterin in den Rai Südtirol Nachrichten vom 06.05.2019 nicht teilen. Die Aussagen, was die angeblichen Schwierigkeiten, Personal zu finden, betrifft, ähneln jenen der Betriebsverantwortlichen. In den vergangenen 20 Jahren wäre nämlich ausreichend Zeit gewesen, um Personal aufzustocken. Ebenso wäre bei entsprechendem Willen Personal zu finden gewesen. Der ASGB hat sich in der Vergangenheit wiederholt für die Anstellung von Arbeitskräften eingesetzt, die entweder vorübergehend bei der Post gearbeitet haben oder interessiert gewesen wären, bei der Post eine Anstellung zu finden. ASGB Betriebssekretär Moser Alfred Sebastian hat dies auch den Verantwortlichen der Post zu verstehen gegeben. Gleichermaßen hat sich der Betriebssekretär bei Politikern dafür eingesetzt, dass weiterhin allen bei der Post beschäftigten Mitarbeitern die Zweisprachigkeitszulage ausbezahlt wird. Dies würde ebenso dazu beitragen, leichter Mitarbeiter/innen zu finden.
Die Attraktivität des Arbeitsplatzes ist vor allem mit den derzeitigen Problemen verloren gegangen. Bedauerlich ist vor allem die Tatsache, dass in den letzten Monaten viele Briefträger/Innen gekündigt haben, beispielsweise im Vinschgau. Dies allein zeigt, dass es mit den Arbeitsbedingungen im Argen liegt. Der ASGB kann nach wie vor nicht erkennen, dass die Betriebsleitung ernsthaft der prekären Personalsituation entgegenwirkt. Gleichwohl bleibt es unverständlich, dass in organisatorischer Hinsicht nicht entsprechend reagiert wurde, um einen reibungslosen Dienst zu gewährleisten. Leidtragende sind Briefträger/innen, Bürger, Verleger von Zeitungen und Unternehmen.

ASGB

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