Situation im Blick (v.re.): Bewertungskonferenz-Vorsitzender Willigis Gallmetzer, Landeswetterdienst-Koordinator Günther Geier, Diensthabender Andreas Simmerle vom Bereitschaftsdienst des Zivilschutzes. (Foto: LPA/Maja Clara)

Aufmerksamkeitsstufe bleibt, Ereignis klingt im Laufe der Nacht ab

Die Bewertungskonferenz im Landeswarnzentrum in der Agentur für Bevölkerungsschutz hat soeben nach einer Analyse der Lage beschlossen, die Aufmerksamkeitsstufe beizubehalten.

- Bei einer Sitzung der Bewertungsgruppe im Landeswarnzentrum in der Agentur für Bevölkerungsschutz wurde heute (8. November) Mittag die Lage besprochen und beschlossen, den Zivilschutzstatus wie geplant bis morgen mittags beizubehalten, fasst der Vorsitzende der Bewertungskonferenz und Koordinator des Landeswarnzentrums Willigis Gallmetzer zusammen. Vorgestern (6. November) hatte - wie berichtet - die Bewertungskonferenz angesichts der vorausgesagten ergiebigen Niederschlagsmengen festgelegt, von gestern (Donnerstag, 7. November) um 19 Uhr bis Samstag (9. November) um 12 Uhr landesweit die Aufmerksamkeitsstufeauszurufen.
Bei der heutigen Bewertungskonferenz mit Vertretern des Lawinenwarndienstes, des Bereichs Hydrographie des Hydrographischen Amtes, der Wildbachverbauung, der Landesforstabteilung, des Landesamtes für Geologie, der Berufsfeuerwehr und der Landesverkehrsmeldezentrale wurde festgestellt, dass das Niederschlagsereignis wie vorhergesagt eingetreten ist, berichtet der stellvertretende Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz Günther Walcher. Die vorausgesagte maximalen Spitzen von 70 Millilitern pro Quadratmetern wurden nicht erreicht: In den Südstaulagen fielen im Laufe der vergangenen Stunden bis zu 40 Milliliter pro Quadratmeter, für den heutigen Nachmittag werden weitere 10 bis 20 Milliliter erwartet, die Niederschläge verlagern sich Richtung Osten.
Bis jetzt sind keine nennenswerten Schäden zu verzeichnen. Die Landesgeologenwurden vorgestern zu einem Einsatz gerufen, nachdem in Vormeswald oberhalb Bundschen in der Gemeinde Sarntal ein Steinschlag mit 40 Kubikmeter Material die Zufahrt zu sechs Höfen mit etwa 20 Personen verlegt hatte. Laut stellvertretendem Agenturdirektor Walcher hat das Territorium also gut standgehalten, allerdings sind die Böden nun wassergesättigt und können deshalb zu einem späteren Zeitpunkt in Bewegung geraten.
Die Situation auf den Straßen ist laut Verkehrsmeldezentrale ruhig, Würzjoch und Penserjoch wurden gesperrt, die Straßen sind zum Teil schneebedeckt. Auf der Brennerautobahn ist zwischen Sterzing und dem Brenner auf Schneefahrbahnen zu achten.
Das Niederschlagsereignis, wurde bei der Bewertungskonferenz zusammenfassend festgestellt, wird voraussichtlich morgen im Laufe des Vormittags abklingen. Die Bewertungsgruppe wird die Lage morgen mittags wieder analysieren.

LPA/mac

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