Coronavirus: Aktuelle Regeln bleiben vorerst aufrecht

Mit der Corona-Lage hat sich die Landesregierung befasst. Laut LH Kompatscher werden die Regeln nicht verschärft, wohl aber Schwellwerte festgelegt, deren Übertritt zu strengeren Regeln führen kann.

- In ganz Europa und auch in Italien sind die Zahlen der mit dem Coronavirus Infizierten im Steigen begriffen. Deshalb haben viele Regierungen die Vorsorgemaßnahmen verlängert oder verschärft. Auch die Regierung in Rom plant eine neuerliche Verschärfung der Regeln. In der heutigen (12. Jänner) Sitzung der Südtiroler Landesregierung war die aktuelle Corona-Situation Thema. 

Stabile Situation mit leicht steigenden Infektionszahlen
Laut Einschätzung der Experten des Sanitätsbetriebes ist in Südtirol nach den Feiertagen eine stabile Situation mit leicht steigenden Infektionszahlen zu beobachten. Die Landesregierung hat deshalb nach dem Bericht von Gesundheitslandesrat Thomas Widmann auch anhand der Zahlen der Erkrankten grundsätzlich entschieden, die geltenden Anti-Covid-Maßnahmen vorerst beizubehalten.

"Derzeit befinden wir uns in punkto Ansteckungen auf einer Plateausituation, die sich aus der Zeit von vor Weihnachten ergibt. Wir wissen noch nicht, wie sich das Verhalten an Silvester auswirkt. Erfahrungsgemäß kann man sagen, dass sich die Situation sehr rasch ändern kann", sagt Widmann. "Wenn wir acht oder neun Mal so viel testen, wie es italienweit der Fall ist,- täglich liegen wir derzeit bei fast 11.000 Tests - so filtern wir mehr Fälle heraus und haben mehr Positive", rechnet der Gesundheitslandesrat vor und betont: "Wir wollen aber auch weiterhin viel testen, viel herausfiltern, um Infektionsketten zu unterbrechen und die Lage unter Kontrolle zu haben."

Klare Schwellenwerte für weitere Maßnahmen 
"Wir sehen derzeit keine Notwendigkeit, sofort einzugreifen, wohl aber, wenn sich die Situation entscheidend verschlechtert", betont Landeshauptmann Arno Kompatscher. Die Experten werden nun laut Kompatscher die entsprechenden Schwellenwerte festgelegen, aufgrund derer strengere Maßnahmen automatisch in Kraft treten sollen. Im Rahmen einer neuen Verordnung, welche voraussichtlich am Samstag (16. Jänner) in Kraft treten wird, sollen die entsprechenden Details festgelegt werden.

"Es geht nicht um politisches Ermessen, sondern um eine Frage der Situation in den Krankenhäusern, wie anderswo auch. Wir haben klare Parameter und diesen entsprechen weitere Regelungen", unterstreicht der Landeshauptmann. Gesundheitslandesrat Widmann betont: "Es geht nun darum, den Druck auf die Krankenhäuser zu bewerten und die Situation Tag für Tag zu genau zu monitorieren."

Südtirol könne die aktuellen Regelungen auch beibehalten, weil derzeit aufgrund der Reisebeschränkungen kein Tourismus möglich sei und nur die Südtiroler Situation berücksichtigt werden müsse, so Kompatscher.

Wird Warnschwelle überschritten, folgen strengere Regeln für drei Wochen
Einmal mehr appellierten Kompatscher und Widmann an alle Menschen, sich an die derzeit geltenden Regeln der "gelben Zone" und die allgemeinen Anti-Covid-Regeln zu halten, Treffen zu vermeiden, Hände oft zu reinigen, Mund-Nasen-Schutz zu tragen und Abstand zu halten: "Es liegt jetzt an allen, sich an die Regeln zu halten, denn davon wird es abhängen, ob wir die mit den Experten festgelegten Schwellenwerte überschreiten und ob strengere Maßnahmen kommen." Klar ist für den Landeshauptmann allerdings bereits jetzt schon: "Falls wir die Warnschwelle überschreiten, müssen die strengeren Anti-Corona-Maßnahmen drei Wochen gelten, damit sie wirken!" 

jw/san

Zum Newsarchiv
Vinschger Sonderausgabe

Diese Seite verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien für weitere Informationen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.