SiEA (DE) bei der Emilio Comici Hütte in Wolkenstein in Gröden © Günther Pichler

„Das Konzept funktioniert“

Das Südtirol Jazzfestival hat die gute Bilanz des Vorjahres noch einmal übertroffen: Der Publikumszuspruch übertraf alle Erwartungen, Journalisten und Festivalveranstalter reisten aus dem Ausland an, um nach Talenten zu suchen – und auch die Avantgarde zog viele Besucherinnen und Besucher an.

- Voll besetzte Konzerte, attraktive Spielorte, hervorragende Musik: Das Südtirol Jazzfestival 2019 war ein voller Erfolg. „Eine wachsende Schar von Jazzfans aus Bayern und anderen Bundesländern plant mittlerweile einen Trip nach Südtirol Ende Juni, Anfang Juli fest ein: Das Südtirol Jazzfestival ist ihr Liebling geworden“, schreibt etwa die „Süddeutsche Zeitung“ in einem vor wenigen Tagen erschienen Bericht über ein Musikfest, dass in diesem Jahr Bands aus Portugal und Spanien vorgestellt hat – und auf die Stars im internationalen Konzertgeschäft verzichtet. Intendant Klaus Widmann habe das Festival („Fernhören – Warum so viele Münchner zum Festival nach Südtirol reisen“) „radikal in einen vorwiegend europäischen Abenteuerspielplatz für Entdecker und Neugierige transformiert“. Dieses Konzept sei „bestechend und funktioniert“ stellte auch der Musikjournalist Roland Spiegel in seiner Reportage über die Festivaleröffnung („Gespür für Sound und Setting“) im Bayerischen Rundfunk fest.
Die europaweit einmalige Verbindung von zauberhaften Spielorten und musikalischen Überraschungen kommt sowohl bei Einheimischen wie auch bei einem ausländischen Fachpublikum gut an. So kamen Veranstalter anderer renommierter Festivals – etwa Saalfelden, Salzburg, Münster – in diesem Jahr nach Südtirol, um Talente für ihre Konzertprogramme zu entdecken. Kein Wunder: Selbst viel gereiste Jazz-Fachleute finden im Programm zahlreiche Konzerte mit Interpreten, die sie noch nicht kennen.
So viele Südtirolerinnen und Südtiroler wie nie zuvor wurden zu „Entdeckern“: „Zu den Konzerten sind mehr Besucherinnen und Besucher gekommen, als wir erwartet haben und das freut uns sehr. Wir stellen schließlich eine Musikergeneration vor, die den Jazz anders interpretiert, als ihre Vorgänger und mit Einflüssen aus vielen anderen Stilrichtungen anreichert– und das sicher kein Mainstream“ sagt Klaus Widmann. Ein Beispiel für diese Neugier, waren die Konzerte im Techpark NOI in Bozen. Als dort am vergangenen Donnerstag das vom portugiesischen Schlagwerker Pedro Melo Alves geleitete Sextett „In Igma“ auftrat, war das Freiluftauditorium voll besetzt – obwohl die international besetzte Avantgardeband zum ersten Mal überhaupt live aufgetreten war.
Auch die neuen Angebote – wie die zum ersten Mal bespielten Locations oder die Jazz-App, die von vielen Musikfans auf das eigene Handy geladen wurde – waren erfolgreich. Kein Wunder: Das Südtirol Jazzfestival folgt keinen „Moden“, sondern setzt selbst Trends. So ist das Festival ein Schaufenster, in dem sich die „Stars von Morgen“ präsentieren. Anders gesagt: Wer wissen will, was im zeitgenössischen Jazz en vogue ist, muss nach Südtirol kommen. Übrigens: Nach dem Festival ist immer auch vor dem Festival. Das Südtirol Jazzfestival 2020 beginnt am 26. Juni. Deshalb: Save the date!

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