Decreto dignità: Rückschritt anstatt Fortschritt

Der Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister (lvh.apa) sieht das von Arbeitsminister Luigi Di Maio durchgedruckte „Würde-Dekret“ äußerst kritisch. Die geplanten Maßnahmen für befristete Verträge bremsen die Beschäftigung, anstatt sie anzukurbeln.

- In die komplette Gegenrichtung scheint der politische Kurs in Italien hinsichtlich Beschäftigung zu laufen. Sollte das sogenannte „Decreto dignità” definitiv genehmigt werden, befürchtet der lvh einen enormen Rückschritt, was die Beschäftigung angeht. Vor allem die limitierte Anwendung von befristeten Arbeitsverträgen könnte große negative Auswirkungen mit sich bringen. „Schon wieder kommt es zu einem typisch italienischen Politikphänomen: bestehende Gesetze werden aufgehoben und umgedreht. Die Opfer sind zum wiederholten Male die Unternehmen. Erst vor kurzem haben die Minister Di Maio und Salvini im Rahmen der Jahresversammlung der Confartigianato ihre Unterstützung für die kleinen Betriebe und deren Arbeit zugesichert. Abänderungen der geltenden Bestimmungen im Interesse der Realwirtschaft sehen allerdings anders aus“, beklagt lvh-Präsident Gert Lanz. Gemeinsam mit dem nationalen Handwerkerverband will man nun bei der Regierung intervenieren. „Unser Ziel ist es, ein stabiles Beschäftigungsumfeld zu schaffen, in dem Unternehmen großartige Leistungen erbringen und Jugendliche einzigartige Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten erhalten. Hierfür benötigen wir sinnvolle und nachhaltige gesetzliche Voraussetzungen“, betont Lanz.

Lvh

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