Digitale Verkehrsinfrastruktur: Treffen mit EU-Spitzenbeamtem Viola

Um Digitalisierung von Verkehr ging es beim Treffen des Generaldirektors von DG CONNECT (EU) Roberto Viola, Handelskammerpräsident Michl Ebner und LR Daniel Alfreider am 31. Oktober in Bozen.

- Heute Mittag (31. Oktober) hat ein Treffen zwischen dem Generaldirektor des Bereichs DG CONNECT der Europäischen Kommission (EK) Roberto Viola, Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider und Handelskammerpräsident Michl Ebner am Rande des 9. Business Forums der italienischen Confindustria und des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) in Bozen stattgefunden. Thema des Austausches war die Digitalisierungdes Verkehrs in Südtirol und entlang vom Brennerkorridor.
Viola ist als oberster Beamter der Generaldirektion Kommunikationsnetze, Inhalte und Technologien (im EU-Jargon "DG CONNECT") der Experte zum Thema Digitalisierung auf EU-Ebene. Wie er berichtet, hat die Europäische Kommission die Digitalisierung zur obersten Priorität für Europa erklärt: "DG CONNECT wird ihre Anstrengungen zu diesem Zukunftsthema weiter verstärken und den europäischen Staaten und Regionen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die Digitalisierung des Brennerkorridors wird dabei eine wichtige Rolle spielen", betonte Viola.
Auch Landesrat Daniel Alfreider ist sich sicher: "Die Zukunft der Mobilität liegt in der Digitalisierung. Verkehrsflüsse werden dank der neuen Technologien besser und effizienter gesteuert werden." Auf Landes- aber auch auf Korridorebene seien verschiedene Initiativen angedacht, unter anderem Projekte zum Verkehrsmonitoringsowie zum Verkehrs- und Parkplatzmanagement. Damit könne man sei es im Personennahverkehr als auch im Transportsektor freistehende Ressourcen optimal nutzen und so Leerfahrten und Staubildungen minimieren. "Für eine erfolgreiche Digitalisierung der Mobilitäts- und Verkehrsflüsse ist besonders auch die Zusammenarbeit mit den Nachbarländern Trentino, Tirol und Bayern von großer Bedeutung", sagte Alfreider.
Die Gesprächspartner sehen in der Digitalisierung sowohl für Südtirol als auch über die Landesgrenzen hinweg sehr viele Chancen. Der Brennerkorridor ist die wichtigste Handelsroute zwischen Italien und Mitteleuropa. Die Straßen- und Schieneninfrastruktur muss dort tagtäglich ein hohes Verkehrsaufkommen bewältigen. Darauf wies auch Handelskammerpräsident Ebner hin: "Die Digitalisierung bietet uns die Möglichkeit, die gegebenen Infrastrukturen effizienter zu nutzen und das Mobilitätsverhalten zu steuern." Intelligente Lkw-Leitsysteme zum Beispiel können einen Teil des Verkehrs auf die Schiene leiten, wenn zeitnah ein Güterzug mit freien Plätzen abfährt. "Es braucht hierzu allerdings das Zusammenspiel der Straßeninfrastruktur- und Eisenbahnbetreiber entlang des Brennerkorridors. Diese Zusammenarbeit funktioniert bereits heute sehr gut und ich bin mir sicher, dass sie in Zukunft noch intensiver wird," sagte Ebner.
Das Land Südtirol und die Handelskammer Bozen sind sich einig, wie wichtig die Unterstützung der Europäischen Kommission für das Zukunftsprojekt der Digitalisierung des Verkehrs auf dem Brennerkorridor ist. Das gemeinsame Treffen mit Generaldirektor Viola und sein Interesse am Thema werten sie als wichtigen Schritt hin zur Realisierung der gemeinsamen Vorhaben.

LPA/san

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