Ein Boom mit Achillesferse

Arbeitsverträge auf Zeit sind weiterhin die Achillesferse des Südtiroler Arbeitsmarkts. Seit Herbst 2017 sind diese von 66.863 auf 71.676 gestiegen, also um genau 4.813 Einheiten (+7,2%) – zeitgleich sind nur 2.024 unbefristete Verträge dazugekommen (+1,4%). Die befristeten Arbeitsverträge wachsen also fünfmal so schnell. Besonders auffällig ist der zweistellige Zuwachs in den Bereichen Private Dienstleistungen, Bauwirtschaft und Handel. „Der Jobs-Act ha

- Mit 219.525 Arbeitnehmern in ganz Südtirol verzeichnete das 3.Quartal 2018 einen Zuwachs von +3,2% an lohnabhängiger Beschäftigung gegenüber demselben Quartal des Vorjahres. Doch in diesem Herbst äußern sich die Arbeitnehmer vorsichtiger zur Entwicklung von Wirtschaft und Arbeitsmarkt in den nächsten 12 Monaten.

Landwirtschaft: Mehr Zuversicht, mehr Festanstellungen
Im Sektor Landwirtschaft sehen Arbeitnehmer weniger Risiko, ihre Arbeit zu verlieren. Hatte sich im Vorjahr noch rund jeder fünfte landwirtschaftliche Arbeitnehmer nach einer neuen Stelle umgesehen, so waren es im letzten Quartal nur mehr 12%. Im Unterschied zu den übrigen Branchen haben in der Landwirtschaft die unbefristeten Verträge stärker zugenommen (+8,2%) als die befristeten (+3,1%).

Verarbeitendes Gewerbe: Job wechseln ist „in“
Den Arbeitnehmern im Verarbeitenden Gewerbe scheint es besonders leicht zu fallen, sich nach einem neuen Job umzusehen: Mehr Arbeitnehmer als sonst in dieser Branche üblich haben das in den letzten 12 Monaten getan, und zwar jeder fünfte. Weil die Branche besonders exportabhängig ist, stellt sich die Frage, ob dieser Trend anhält. Die allgemeine Einschätzung der Südtiroler Arbeitnehmer zum weiteren Konjunkturverlauf hat sich im Herbst-Barometer des AFI jedenfalls zum zweiten Mal in Folge eingetrübt – wenn auch von hohem Niveau aus.

Baugewerbe: Zuversicht eingebremst
Drei Jahre lang schauten im AFI-Barometer die Arbeitnehmer der Bauwirtschaft besonders zuversichtlich auf die Wirtschaftsentwicklung, aber in der aktuellen Herbst-Umfrage treten sie kurz und deutlich auf die Bremse. Die Aussichten auf geringe Arbeitslosigkeit in der Branche sind aber nach wie vor optimistisch. Dank Bauboom suchen weniger Beschäftigte aktiv nach einer neuen Arbeit als letztes Jahr. Die Schwierigkeiten, einen neuen Job zu finden, werden als wesentlich geringer empfunden.

AFI

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