Euregio Museumsjahr 2021: Neue Webseite informiert über Initiativen

Unter "2021.euregio.info" sind ab sofort alle Informationen zu den 38 grenzübergreifenden Projekten zum Museumsjahr zu finden, an denen 60 Museen mit 70 Standorten beteiligt sind.

- 2021 steht die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino ganz im Zeichen ihrer Museumslandschaft. Zahlreiche Museen der drei Länder haben trotz Corona Projekte zum Thema "Transport – Transit – Mobilität" entwickelt. Die ersten Ausstellungen können ab sofort besucht werden. Bis zum Jahresende erwartet Interessierte eine breite Palette an Besuchsmöglichkeiten und Veranstaltungen in den drei Ländern. 
Das Museumsjahr 2021 solle die vielen Museen der Europaregion in den Mittelpunkt rücken und dabei die Auseinandersetzung mit den Themen Transport, Transit und Mobilität befördern, sagt Südtirols Landeshauptmann und Museenlandesrat Arno Kompatscher: "Die Corona-Krise hat erneut gezeigt, wie wandelbar die Anforderungen und Notwendigkeiten im Bereich von Transport und Mobilität sind. Aufgabe der Politik ist es, nachhaltige Lösungen zu finden. Das erste Euregio-Museumsjahr bietet die einzigartige Gelegenheit, den kulturellen Reichtum und die Vielfalt der Museen der Europaregion neu zu entdecken, umso mehr, als das Thema der Mobilität von Menschen und Dingen, aber auch von Ideen, noch nie so aktuell war wie heute."
Unter den insgesamt 38 Projekten zum Museumsjahr finden sich Ausstellungen ebenso wie Kurzfilme oder Aktionen im öffentlichen Raum. Ein vielfältiges Rahmenprogramm begleitet diese Veranstaltungen. Über 60 Museen an 70 Standorten geben Einblick in die Geschichte und Entwicklung der alpinen Mobilität in den Euregio-Ländern. 

Die Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur in der Euregio... 
Gleich mehrere Museen beleuchten die verkehrstechnische Erschließung der einst unzulänglichen Alpen und deren Auswirkungen auf die heutige Zeit. Die Tiroler Landesmuseen widmen sich im Zeughaus und im Tiroler Volkskunstmuseum dem Eisenbahnbau im 19. Jahrhundert. Ausgehend von der heutigen Eisenbahnromantik werden die damals harten Bedingungen vor allem der Arbeitsmigranten aus dem Trentino beleuchtet und deren heute vergessene Konflikte mit der lokalen Bevölkerung und die damit zusammenhängenden politischen Spannungen thematisiert. Einblick in die Gegenwart und die Zukunft des Bahnverkehrs zwischen Nord und Süd geben die BBT-Tunnelwelten in Steinach am Brenner, wo derzeit das größte Tunnelprojekt für eine moderne neue Schienenverbindung durch die Alpen – der Brennerbasistunnel – realisiert wird. Auch Ausstellungen in Lienz, Jenbach oder Oberhofen thematisieren die Vielfalt des Eisenbahnwesens in der Europaregion. 
Viel weiter zurück reicht die Geschichte einiger Straßenverbindungen, die im Museumsjahr in den Fokus rücken: Schloss Landeck widmet sich mit Partnermuseen in Südtirol der wichtigsten Nord-Süd-Achse in römischer Zeit, der Via Claudia Augusta. Mehr über die Geschichte der Timmelsjochstraße erfahren Besuchende im Museum Passeier, das Ballhaus Imst macht die Straßenverbindung ins Lechtal zum Thema. 

… und die Auswirkungen auf gesellschaftlichen und kulturellen Austausch 
Die Vernetzung durch Straßen und Bahnen ist die Basis für den kulturellen Austausch zwischen den Regionen – bereichernd einerseits, aber im Laufe der Zeit auch mit Belastungen, Konflikten und Gefahren verbunden. Auf eine museale Pilgerreise geht auch das Diözesanmuseum Brixen zusammen mit dem Augustinermuseum Rattenberg und dem Rablhaus Weerberg, wenn sie nach sich verändernden religiösen Praktiken wie dem Wallfahren fragen. Über Tirol und Europa hinaus blickt das Museum der Völker in Schwaz und sucht nach kartografischen Darstellungen aus anderen Kontinenten. 

Auftaktwochenende Ende Mai in Innsbruck
Weitere Ausstellungen widmen sich etwa der Veränderung des Dialekts, dem fahrenden Volk der Jenischen, dem Transport von Waren in den Bergen von der Steinzeit bis in die Gegenwart, dem industriellen Bergbau, historischen Fortbewegungsmitteln und – nicht zuletzt – den Auswirkungen, die der Tourismus auf Tirol hatte und nach wie vor hat. 
Das Euregio Museumsjahr 2021 beginnt mit einem Auftaktwochenende am 29. und 30. Mai in Innsbruck. Ab sofort können die ersten Ausstellungen besichtigt werden.

Informationen: 2021.euregio.info

red/jw

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