Der Gewässerschutzplan enthält Bestimmungen zum Schutz und zur Verbesserung der Gewässer in Südtirol – im Bild der Eisack in Bozen. (Foto: LPA/Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz)

Gewässerschutzplan: Entwurf wird am 19. Februar vorgestellt

"Unsere Gewässer – unsere Zukunft!": Unter diesem Titel stellt die Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz am 19. Februar den Entwurf zum Gewässerschutzplan der Öffentlichkeit vor.

- Der Entwurf zum Gewässerschutzplan wurde Ende Dezember von der Landesregierung gutgeheißen und am 30. Jänner im Amtsblatt der Region Trentino-Südtirol veröffentlicht. Der Planentwurf enthält Bestimmungen zum Schutz und zur Verbesserung der Gewässer in Südtirol, um die gute Qualität weiterhin zu erhalten und das Erreichen der Umweltziele zu sichern.  

Strategische Ressource Wasser 
"Wir haben zwar von Natur aus gute Wasserreserven, ein nachhaltiges, ressourcenschonendes Wassermanagement ist aber unabdingbar", unterstreicht Umweltlandesrat Giuliano Vettorato. Bisher sei man in Südtirol abgesehen von einigen kürzeren Trockenperioden immer in der Lage gewesen, den Wasserbedarf der Bevölkerung zu decken. Dennoch stellen der Klimawandel, aber auch der steigende Wasserverbrauch in Tourismus, Landwirtschaft und im täglichen Leben eine Herausforderung dar. "Unser täglicher Wasserbedarf steigt auch in Folge unseres sich wandelnden Lebensstils. In Zukunft wird das Wasser noch größere Bedeutung als strategische Ressource einnehmen", betont der Landesrat.  

Der Gewässerschutzplan sei daher für Südtirol unerlässlich, um die Qualität der Gewässer zu bestimmen und die nötigen Maßnahmen für deren ganzheitlichen Schutz – sowohl was die Qualität als auch was die Menge betrifft – festzulegen.   

Gewässerschutzplan: Schutz und Verbesserung im Fokus 
Der Gewässerschutzplan ist ein Teil des Wassernutzungsplans vom 22. Juni 2017 und erfüllt auf Landesebene die Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Ziel ist es, neben dem guten chemischen Zustand auch den guten oder sehr guten ökologischen Zustand aller Oberflächengewässer in Südtirol zu erreichen oder zu halten. Für die unterirdischen Gewässer wird angestrebt, den guten chemischen und quantitativen Zustand zu halten oder zu erreichen. Das Monitoring erfolgt wie von der EU-Wasserrahmenrichtlinie vorgegeben in Sechs-Jahres-Abschnitten, nach 2015 folgen 2021, dann 2027. "Der Zustand der 297 Gewässer mit einem Einzugsgebiet von über zehn Quadratkilometern und der Seen in Südtirol ist bereits gut. Kleinere Probleme betreffen einige Gräben, wo bereits Maßnahmen getroffen wurden", berichtet Landesrat Vettorato. "Das Ziel, innerhalb 2027 einen guten Zustand für alle Gewässer zu halten oder zu erlangen, kann nur durch die gemeinsame Anstrengung aller Betroffenen erreicht werden."   

Vorstellung am 19. Februar 
Mit der Veranstaltung "Unsere Gewässer - unsere Zukunft! Der Gewässerschutzplan (Entwurf)" richtet sich die Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz an Gemeindevertreter, Interessensgruppen sowie an alle Bürgerinnen und Bürger, die sich mit den Inhalten des Gewässerschutzplans vertraut machen möchten. Die Vorstellung findet statt am 

Mittwoch, 19. Februar 2020, von 9 bis 12.30 Uhr im Innenhof des Palais Widmann, Silvius-Magnago-Platz 1, in Bozen. 

Expertinnen und Experten werden die Inhalte des Planentwurfs insbesondere in den Bereichen Fließgewässer, Seen, Grundwasser und Abwasser erläutern. 

Ab der Veröffentlichung des Entwurfs des Gewässerschutzplans im Amtsblatt der Region am 30. Jänner haben Bürger und Interessensvertreter 60 Tage Zeit, ihre schriftlichen Stellungnahmen bei den Gemeinden oder der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz abzugeben. Innerhalb weiterer 60 Tage bereiten die Gemeinden ihr Gutachten zu den erhaltenen Einwänden vor. Anschließend befindet der Landesumweltbeirat darüber, bevor der Plan zur endgültigen Verabschiedung erneut in die Landesregierung gelangt. 

Der gesamte Entwurf des Gewässerschutzplans mit seinen sieben Bänden und Anlagen ist auf dem Internetportal des Landes Südtirol im Bereich Umwelt und Klimaschutz unter Gewässerschutzplan einsehbar. 

Das detaillierte Programm zur Vorstellung des Gewässerschutzplans am 19. Februar findet sich im Anhang. Informationen erteilt das Landesamt für Gewässerschutz (Tel. 0471 411861; E-Mail: gewaesserschutz@provinz.bz.it). 

LPA/mpi

Zum Newsarchiv

Diese Seite verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien für weitere Informationen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.