Vorstellung des zweiten Calls des Interreg-Programms Italien-Schweiz 2014-2020: 28 Millionen Euro stehen zur Verfügung. Foto: LPA/Fabbi

Interreg Italien-Schweiz: 28 Millionen Euro für Mobilität und Soziales

Der Aufruf 2 für das Interreg-Programm Italien-Schweiz 2014-20 wurde heute vorgestellt. Über den ersten Aufruf konnten 69 Projekte mit über 100 Millionen Euro gefördert werden.

- Der neue, zweite Aufruf (Call) zur Einreichung von Projektvorschlägen im Rahmen des Programms Interreg Italien-Schweiz 2014-2020 wird in Kürze veröffentlicht. Heute (11. Juni) fand dazu im Landhaus 2 in Bozen die Vorstellungsveranstaltung durch die Landesabteilung Europa statt. 
Zur Verfügung stehen 28 Millionen Euro für Projekte in den drei Schwerpunktbereichen integrierte und nachhaltige Mobilität, Integration in der Gesellschaft und grenzüberschreitende Governance. Private und öffentliche Träger mit jeweils mindestens einem Partner aus Italien beziehungsweise der Schweiz können ihre Kooperationsprojekte ab 26. Juni (12 Uhr) bis 31. Oktober (12 Uhr) einreichen. Das Gesamtbudget der Projekte muss zwischen 700.000 und 1.000.000 Euro liegen. Eine Ausnahme bildet der Bereich Integration in der Gesellschaft, in dem auch so genannte "Small Projects" (Kleinprojekte) bis zu 100.000 Euro gefördert werden können. Die Projektdauer darf 24 Monate nicht überschreiten.

Erster Aufruf mit 69 Projekten
Über den ersten Aufruf wurden Gesamtfördermittel in der Höhe von 100,8 Millionen für 69 Projekte zur Verfügung gestellt: 23 Projekte zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen (27,7 Millionen Euro), 23 Projekte zur Aufwertung des natürlichen und kulturellen Erbes (40,4 Millionen Euro), jeweils acht Projekte zur Verbesserung der nachhaltigen Mobilität (15,1 Millionen Euro) und zur Förderung der Integration in der Gesellschaft sowie sieben Projekte zur Verbesserung der Governance (9,2 Millionen Euro).
Südtirol war im Rahmen des Aufrufs 1 Projektleader in sechs Projekten mit knapp sieben Millionen Euro Fördermitteln. Ein Beispiel ist das Projekt Mobster: Dabei geht es um die Förderung von erneuerbaren Energiequellen und die Entwicklung eines Netzes an Ladestationen in Grenzgebieten, mit dem Ziel, die Nutzung von E-Fahrzeugen und damit einen nachhaltigen Tourismus zu fördern. Beteiligt sind dem neben den Projektleadern - dem Forschungsinstitut Eurac Research und dem Tessiner Unternehmen Protoscar AG - auch die Landesenergiegesellschaft Alperia, die Nahverkehrsgesellschaft der Provinz Verbano-Cusio-Ossola, die Beratungsgesellschaft Link IT aus Varese, das Institut für Kommunikationstechnologien der Universität der Italienischen Schweiz und WellD. 
Insgesamt stehen für das Interreg-Programm Italien-Schweiz in der Programmperiode 2014-20 über 117 Millionen Euro zur Verfügung (100 Millionen sind EU-Mittel, 17,6 Millionen nationale Fördergelder), dazu kommen 40,5 Millionen Schweizer Franken. Förderbar sind Projekte in den fünf Schwerpunktbereichen Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, Aufwertung des natürlichen und kulturellen Erbes, integrierte und nachhaltige Mobilität, Integration in der Gesellschaft und grenzüberschreitende Governance.

Weitere Informationen: http://interreg-italiasvizzera.eu

LPA

Zum Newsarchiv

Diese Seite verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien für weitere Informationen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.