Kinder von Anfang an begleiten und fördern

Familienagentur, Uni Bozen und Trägerkörperschaften arbeiten an einem Rahmenplan, um die Qualität in der Kleinkindbetreuung weiter zu steigern.

- Der Ausbau der Qualität in der Kleinkindbetreuung ist einer der Schwerpunkte der Familienpolitik in Südtirol. Seit mehreren Jahren steigt die Nachfrage der Familien nach Möglichkeiten einer qualitativ hochwertigen Kleinkindbetreuung an. Darum wird neben der Anzahl an Angeboten auch an einer Verbesserung der Rahmenbedingungen gearbeitet. In diesem Kontext arbeitet die Familienagentur an einem "Rahmenplan für die frühkindliche Bildung, Erziehung und Betreuung", der bereits in den Qualitätsstandardsfür das frühpädagogische Handeln in den Kleinkindbetreuungsdiensten (Dekret des LH vom 21.11.2017) vorgesehen ist.
Dieser wird in den nächsten Monaten von der Familienagentur in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Bildungswissenschaften der Freien Universität Bozen erarbeitet, unter der wissenschaftlichen Begleitung von Professorin Ulrike Loch und Laura Trott. Auch die Trägerkörperschaften (jene Sozialgenossenschaften und Gemeinden, die bereits im Bereich der Kleinkindbetreuung aktiv sind) und die Ausbildungsstätten (v.a. die Berufsschulen für Sozialberufe "Hannah Arendt" und "Emmanuel Lévinas") spielen in diesem Prozess eine wichtige Rolle. "Sie gestalten jeden Tag in diesem Land Zukunft mit, da Sie mit Kindern in einer für die Persönlichkeitsentwicklung enorm wichtigen Lebensphase arbeiten. Gerade dieses Bewusstsein ist wichtig, um heute die richtigen Entscheidungen für morgen zu treffen"“, betonte Familienlandesrätin Waltraud Deegbeim Eröffnungsworkshop.
In den vergangenen zehn Jahren haben frühkindliche Bildungs- und Erziehungspläne auch im deutschsprachigen Raum an Bedeutung gewonnen. So wurden ähnliche Dokumente beispielsweise in den deutschen Bundesländern Bayern, Hessen oder Niedersachsen erarbeitet und umgesetzt. Der Rahmenplan soll dazu beitragen, dass bereits im frühen Kindesalter wichtige Grundsteine für erfolgreiche Bildungsverläufe gesetzt werden. Schulen bzw. Bildungs- und Betreuungseinrichtungen sind durch veränderte Lebensumstände und Familienalltage zu zentralen Sozialisationsinstanzen geworden. In einem partizipativen Prozess sollen nun innerhalb des kommenden Jahres unter Einbindung jener, die bereits im Bereich der Kleinkindbetreuung aktiv sind (Sozialgenossenschaften, Gemeinden), Schwerpunkte und Maßnahmen erarbeitet werden. Diese finden dann im Rahmenplan ihren Niederschlag. In der Umsetzungsphase sollen schließlich die konkreten Bildungs- und Lernbereiche in die Praxis umgesetzt und in ganz Südtirol etabliert werden. Zudem sollen die gewonnenen Erkenntnisse auch in die Ausbildung der künftigen Kleinkindbetreuerinnen einfließen und somit einen Beitrag zur weiteren Professionalisierung des Berufsbildes beitragen.

ck

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