LH Kompatscher (2.v.l.) rief die Gewerkschaften dazu auf, wieder an den Verhandlung zurückzukehren. Foto: LPA/bf

Kollektivvertragsverhandlungen: Spielräume nochmals ausloten

Bis zur nächsten Verhandlungsrunde (12. Juni) sollen Spielräume der beteiligten Seiten ausgelotet werden. Ziel sei es, zeitnah und rasch gemeinsame Maßnahmen zu fixieren, sagt LH Kompatscher.

- Landeshauptmann Arno Kompatscher hat heute (5. Juni) bei einem informellen Treffen mit den Spitzen der Gewerkschaften und den jeweiligen Verhandlungsdelegationen von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite dazu aufgerufen, sich rasch wieder an den Verhandlungstisch zurück zu begeben, um für die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes gemeinsam Verbesserungen zu erarbeiten. Er unterstrich damit die weiterhin bestehende Bereitschaft von öffentlicher Seite zu verhandeln und bei dem für 12. Juni geplanten nächsten Verhandlungstreffen gemeinsam ein konkretes Maßnahmenpaket zum Wohle aller Mitarbeitenden zu schnüren. "Es ist uns wichtig, dass das Paket an Maßnahmen aktiv und lebendig diskutiert wird. Das Beharren auf einer einzigen Position ist für uns, aber vor allem für unsere Mitarbeiter nicht zielführend", sagte Landeshauptmann Kompatscher im Anschluss an das heutige informelle Treffen. Es gehe darum – darin waren sich öffentliche Delegation und Gewerkschaften einig – die erforderlichen Geldmittel gut einzusetzen. Dies sei man den vielen Mitarbeitern im öffentlichen Dienst, aber schließlich auch den Steuerzahlern schuldig.

Der Landeshauptmann erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass dafür Einsparungen in anderen Bereichen vorzunehmen seien, nachdem die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel auch in den kommenden Jahren nicht weiter ansteigen werden. "Wir haben bisher ganz bewusst keine Summen im Vorfeld festgelegt, um unseren Verhandlungsspielraum nicht schon vorab zu begrenzen. Fest steht, dass wir bereit sind, zu verhandeln und einen Zeitplan zu fixieren, innerhalb dessen Maßnahmen konkret greifen sollen", sagte Kompatscher. Der Landeshauptmann kündigte zudem an, dass demnächst auch in der Landesregierung nochmals der aktuelle Verhandlungsstand und die geäußerten Forderungen zur Debatte stehen werden. Zudem werde man auch überprüfen, ob bei den mit dem Bereichsübergreifenden Kollektivvertrag 2016-18 vereinbarten Maßnahmen noch Nachholbedarf bestehe und Spielräume genutzt werden können.

ck

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