Damit die Südtiroler Wirtschaft auch in Zukunft weiter so wachsen kann, hat die Landesregierung weitere 50 Millionen dem Rotationsfonds zugewiesen. Im Bild: Ein Schmied bei seiner Ausbildung. Foto: LPA/Abteilung Berufsbildung

Landeshaushalt wächst um 168 Millionen

Die wachsende Wirtschaft ermöglicht es, den Haushalt zugunsten von Wirtschaft, Landwirtschaft, Innovation, Sanität und Bevölkerungsschutz zu erhöhen.

- Auf Vorschlag der Landesregierung hat der Südtiroler Landtag vergangene Woche eine Erhöhung des Haushaltsvoranschlags 2018 um 168 Millionen Euro genehmigt. Die Südtiroler Wirtschaft wächst stärker, als es die Prognosen vorsahen. Dank der zustätzlichen Steuereinahmen wird das Land Südtirol 2018 für etliche Kapitel mehr Finanzmittel zur Verfügung haben, als im Haushaltsvoranschlag des vergangenen Herbstes vorgesehen.

Investitionen in weiteres Wachstum haben Vorrang
"Die Zuweisung der Mittel wird einerseits jene Kapitel begünstigen, die direkt den Südtirolern zugute kommen, beispielsweise die Sanität mit plus 11 Millionen, das Sozialemit plus 17,4 Millionen und der Bevölkerungsschutz mit zusätzlichen 21 Millionen“, betont  Landeshauptmann Arno Kompatscher. Des Weiteren sei es das Ziel der Landesregierung, in jene Bereiche zu investieren, die weiteres Wachstum in der Zukunft möglich machen, allen voran die Wirtschaft (+50 Millionen), aber auch die Landwirtschaft (9,7 Millionen), Forschung und Innovation (+14 Millionen) und der Sport (+6 Millionen). "Die Chancen auf weiteres Wachstum lassen in der Wirtschaft die Nachfrage für die begünstigen Kredite des Rotationsfonds anschwellen, daher ist es sinnvoll, den Rotationsfonds ausreichend zu bestücken“, unterstreicht der Landeshauptmann. Außerdem seien es Mittel, die nach Ablauf des Kredits wieder zurückflössen und erneut investiert werden könnten.
Die Agentur für Bevölkerungsschutz wird mit den zusätzlichen Mitteln umfassende  Hangsicherungsarbeiten vornehmen, die vielerort notwendig sind. Auch sind aufgrund der Wetterschäden Renovierungsarbeiten notwendig geworden. Das Land investiert zudem in die Wanderwege und das Radwegenetz. Die Forschungseinrichtungen Universität und Eurac benötigen und erhalten nun weitere Mittel, um die Forschungsoffensive wirksam umsetzen zu können.
Die zusätzlichen Mittel für die Sanität betragen gleich 4.311.000 Euro, die übrigen 6.689.000 Euro werden über den Nachtragshaushalt bereitgestellt. Die Mittel fallen an, um die Verträge des Sanitätspersonals zu erneuern, beispielsweise jene der Allgemeinmediziner.
Auch in Südtirols Sportanlagen werden dringend Mittel benötigt, die bislang nicht verfügbar waren, so in der Biathlonanlage in Antholz, wo 2020 die Weltmeisterschaften stattfinden. Zehn Millionen wird die definitive Sicherung des Gebäudes der Solland-Silicon kosten, falls kein Unternehmen das Areal übernehmen möchte.

mgp

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