Der Belag der MeBo ist "in die Jahre gekommen" (FOTO: LPA)

MeBo: Erster Teil der umfassenden Sanierung startet am 29. März

In zwölf Etappen wird beginnend mit 29. März die Schnellstraße Meran-Bozen (MeBo) saniert. Gearbeitet wird zuerst auf 2,7 Kilometern auf der Nordspur.

- Rund acht Jahre werden die umfangreichen Sanierungsarbeiten der vor nunmehr 22 Jahren gebauten und inzwischen sanierungsbedürftigen Schnellstraße zwischen Meran und Bozen insgesamt dauern. Das erste Baulos wird Ende März in Angriff genommen. "Nach so vielen Jahren hat der alte Fahrbahnbelag seinen Dienst getan und muss erneuert werden, um den Verkehrsteilnehmern die nötige Sicherheit zu bieten", sagt der für das Straßennetz zuständige Landesrat Daniel Alfreider.
Täglich fahren im Durchschnitt rund 30.000 Fahrzeuge über die Schnellstraße. "Das Verkehrsaufkommen ist höher als früher, daher müssen wir die Straße den neuen Bedingungen anpassen. Zudem wollen wir bei den verwendeten Materialien nun auf mehr Haltbarkeit und Tragfähigkeit, aber auch auf die Umwelt ebenso wie auf Lärmsenkung achten. Nicht zuletzt können wir durch gute Materialien und Arbeiten auch die Ausgaben für die Instandhaltung senken", erklärt Alfreider.
Begonnen wird mit der Sanierung eines 2,7 Kilometer langen Abschnitts auf der Nordspur vom Sigmundskroner Tunnel bis gut einen Kilometer nach der Ausfahrt Eppan. Am 29. März ab 19 Uhr wird die Nordspur deshalb auf einer Länge von rund 5,3 Kilometern gesperrt und der gesamte Verkehr auf die Südspur umgeleitet. Vor dem Sigmundskroner Tunnel wird der Verkehr der Nordspur direkt auf die Südspur (Gegenverkehrsbereich) umgeleitet und nach rund 5,3 Kilometern wieder auf die Nordspur zurückgeleitet. Auch die Ausfahrt Eppan von Süden kommend sowie die Einfahrt nach Meran werden bis Montag, 1. April morgens gesperrt.
Beim Eingriff wird der Straßenabschnitt bis in eine mittlere Tiefe von zehn Zentimetern erneuert. Zuerst wird die gesamte Belagsschicht abgetragen. Bereits in der Nacht auf den 30. März laufen die dazu notwendigen Fräsarbeiten. Danach wird ein Bewehrungsgitter aus Glasfaser eingesetzt. "Das Glasfasergitter erhöht die Lebensdauer des Straßenkörpers und verringert Verschleißerscheinungen", erläutert Tiefbauabteilungsdirektor Valentino Pagani. Auf das Gitter kommen dann eine Binderschicht und eine Verschleißschicht mit Gummipulver. Ein weiterer Straßenabschnitt wird bis zu einer Tiefe von fünf Zentimetern abgefräst. Dort wird ein Bewehrungsgitter aus Kohlefasern eingesetzt, das für mehr Tragfähigkeit sorgen soll, sowie eine Verschleißschicht mit Gummipulver angebracht.
Am Samstag, 30. und Sonntag. 31. März werden die Bewehrungsgitter auf dem Straßenkörper verlegt und die Flächen asphaltiert.
Die eingesetzte bituminöse Mischung für die Asphaltierung besteht laut Pagani aus einem besonderen Mischgut mit Gummigranulat, das wiederverwertetes Gummipulver aus recycelten Gummireifen und modifiziertes bituminöses Mischgut beinhaltet. Dieses garantiere eine längere Haltbarkeit der Bitumschicht und verursache zudem beim Mischungs- und Einbauvorgang weniger Emissionen und weniger Lärm beim Fahren, so der Abteilungsdirektor.
Bereits am Montag, 1. April, um 6 Uhr morgens kann die Nordspur inklusive Aus- und Einfahrt Eppan wieder befahren werden.
In das erste Baulos der MeBo-Sanierung investiert das Land rund 640.000 Euro. Durchgeführt werden die Arbeiten von der Firma Bitumisarco aus Bozen. Die Arbeiten werden von der Landesabteilung Tiefbau in Zusammenarbeit mit der Landesabteilung Straßendienst und dem Landesamt für Geologie und Baustoffprüfung abgewickelt.´
Für die gesamte Sanierung der Schnellstraße mit den vorgesehenen zwölf Baulosen im Zeitraum von acht Jahren ist eine Investition von rund 37,5 Millionen Euro nötig.

SAN

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