Die Landesregierung hat einen neuen Fachplan für ein landesweites Rehabilitationsnetz genehmigt - Foto: LPA

Neuer Fachplan für das landesweite Rehabilitationsnetz genehmigt

Der neue Fachplan für das landesweite Rehabilitationsnetz fördert den Ausbau der wohnortnahen Rehabilitation.

- Auf eine Neugestaltung der Rehabilitation zielt der "Fachplan für das landesweite Rehabilitationsnetz 2019-21" ab, den die Landesregierung in ihrer jüngsten Sitzung am Dienstag dieser Woche (18. Dezember) genehmigt hat. Ein besonderes Augenmerk gilt der besseren Integration zwischen Krankenhaus und wohnortnaher Versorgung, die eine Kontinuität der Pflege gewährleistet.

"Während in den 90er Jahren die Gesundheitsbetreuung hauptsächlich auf die stationäre Krankenhausversorgung ausgerichtet war, liegt der Schwerpunkt heute vor allem auf der ambulanten Versorgung beziehungsweise dem 'Day-service', sowohl im Interesse der Patienten als auch zur Eindämmung der oft unangemessenen Krankenhausaufenthalte", erklärt Gesundheitslandesrätin Martha Stocker, die den Fachplan in der Landesregierung vorgelegt hatte. Der Plan für das landesweite Rehabilitationsnetz 2019-21, so die Landesrätin weiter, sei Grundvoraussetzung für die Optimierung eines im gesamten Land gut funktionierenden Dienstes und lege dabei besonderes Augenmerk auf folgende Bereiche: Neuordnung des Angebots, Zugangsmodalitäten und die Errichtung von Intermediärbetten.

Derzeit besteht das landesweite Rehabilitationsnetz aus sanitären und soziosanitären, öffentlichen und privaten akkreditierten, vertragsgebundenen Einrichtungen (stationär und ambulant), die den Rehabilitationsbedarf decken, der sich aus chronisch degenerativen Pathologien oder Traumata, chirurgischen Eingriffen und akuten Krankheitsbildern ergibt. Die verschiedenen Einrichtungen unterscheiden je nach Pflegegrad unter drei Arten der Rehabilitation sowie zwischen den Versorgungsformen vollstationärer Krankenhausaufenthalt, tagesklinischer Aufenthalt, ambulante Betreuung und krankenhausexterne Betreuung. Neu hinzu kommen die Intermediärbetreuung, das Day-service und die Betreuung am Wohnort.

Der neue Fachplan für das landesweite Rehabilitationsnetz definiert neue Zugangskriterien zu den verschiedenen Rehabilitationsformen und sieht die Errichtung eines Departments vor, das alle Einrichtungen und Dienste der wohnortnahen Versorgung und die privaten Anbieter zur Gewährleistung der Betreuungskontinuität und zur Definition von einheitlichen Betreuungspfaden miteinbezieht.

Eine ausgewogene Bettenverteilung ergibt auf Landesebene insgesamt 376 Betten für die post akute Versorgung und 50 zusätzliche Intermediärbetten. Auf Bezirksebene sind damit für die intensive Rehabilitation 95 im Gesundheitsbezirk Bozen, 46 im Gesundheitsbezirk Meran, 30 im Gesundheitsbezirk Brixen und 33 im Gesundheitsbezirk Bruneck vorgesehen. Für die post akute Langzeitpflege soll es Südtirolweit 144 Bettenplätze geben, davon 67 in Bozen, 45 in Meran, 13 in Brixen und 22 in Bruneck. Die Betten für Neurorehabilitation zugunsten von Patienten mit schweren erworbenen Hirnläsionen oder Patienten mit seltenen neurologischen Krankheiten, allesamt mit komplexen neurologischen Beeinträchtigungen, werden aufgrund der erforderlichen hoch komplexen Technologien und hoch qualifizierten Personalressourcen in den Gesundheitsbezirken Bozen (10 Betten) und Brixen (15 Betten) konzentriert.

Der Plan soll in seiner Umsetzung laufend überwacht werden und ist das Ergebnis der engen Zusammenarbeit zwischen Sanitätsbetrieb und der Landesabteilung Gesundheit.

gzp

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