Südtiroler Seniorenwohnheime: Krisenstab eingerichtet - Mitarbeiter unter Dauerbelastung

Die Coronakrise stellt auch die Seniorenwohnheime in Südtirol vor große Herausforderungen. Ein eigens eingerichteter Krisenstab koordiniert die Lage, spricht sich laufend mit den Behörden ab, hilft bei der Beschaffung von Schutzausrüstung und berät die Heime in der schwierigen Zeit. Der Personalmangel führt dazu, dass die Mitarbeiter aktuell nahezu im Dauereinsatz sind. Beim Treffen mit der Spitze des Verbandes der Seniorenwohnheime Südtirols stellt Landesr&au

- Rund um die Uhr ist der neu eingerichtete Krisenstab der Seniorenwohnheime für die Mitgliedsheime und deren 4.400 Bewohner im Einsatz. Sie beraten und begleiten die Heime in dieser extremen Notsituation. Neue Informationen werden gefiltert und aufgearbeitet. Jeden Tag werden zudem die Situationsberichte von außen aktualisiert und weitergegeben. Der Krisenstab, der vom Verband der Seniorenwohnheime und vom Amt für Senioren eingerichtet wurde, setzt sich in enger Zusammenarbeit mit dem Sanitätsbetrieb, für die Verteilung der notwendigen Schutzausrüstung ein.
Doch die Materialien von Sanitätsbetrieb und Zivilschutz waren bis zuletzt sehr begrenzt. Deshalb hat der Krisenstab selbst Schutzmaterialien angekauft, um bei Engpässen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Seniorenwohnheimen ausreichend schützen zu können. In den Heimen werden durch die vielen Krankenstände zudem die personellen Ressourcen knapp, Ersatz muss dringend gesucht werden. Dies alles führt zu großen Mehrkosten in den Heimen.

Finanzielle Unterstützung zur Deckung der Mehrkosten
Die aktuelle Situation und der damit verbundene Mehraufwand, stellt die Südtiroler Pflegeeinrichtungen auch vor finanziellen Problemen. Man ist aber sehr erfreut, dass die brenzlige Situation erkannt wurde und die Stiftung Südtiroler Sparkasse den Seniorenheimen unter die Arme greift und der Verein Licht für Senioren seine Unterstützung angekündigt hat. „Hierfür bedanke ich mich herzlich und kann versichern, dass die Zuwendungen dringend gebraucht und bestens eingesetzt werden“, so Moritz Schwienbacher, Präsident des Verbandes der Seniorenwohnheime Südtirols.
Auch Landesrätin Waltraud Deeg, die den Krisenstab massiv unterstützt, hat finanzielle Unterstützung zugesichert. Dafür sind wir sehr dankbar“ ergänzt Schwienbacher.

Ein großer Dank an die Heime und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Die Situation in unseren Heimen ist zurzeit wahrlich nicht einfach, weder für die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, noch für die Bewohner und die Angehörigen. Keine Besuche, keine Möglichkeit das Heim zu verlassen, das ist für alle eine äußerst prekäre und sehr schmerzliche Situation.
„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten in dieser Zeit großartiges. Sie geben ihr Letztes und leisten hervorragende Arbeit. Durch Ihren unermüdlichen Einsatz tragen sie tagtäglich dazu bei, dass es trotz der schwierigen Lage den Heimbewohnerinnen und Heimbewohnern im Großen und Ganzen gut geht“, erklärt Schwienbacher. Ein Dank gebührt auch den Heimleitungen, die die verschiedenen Maßnahmen zum Schutz der Bewohner umgesetzt haben und professionelle Arbeit leisten.“

Verband der Seniorenwohnheime Südtirols

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