Im Bild: Das WorldSkills Italy Team – Foto: Ivan Bortondello

WorldSkills 2022: Südtirols Talente wieder im Rennen

Die diesjährigen 46. internationalen Berufswettbewerbe finden in verschiedenen Ländern in Europa, Nordamerika und Ostasien statt. Somit gibt es 2022 ein einzigartiges Format für die internationalen Berufswettbewerbe, bei denen 61 Berufe in 15 verschiedenen Ländern und Regionen der Welt präsentiert werden und gegeneinander antreten. Auch in Bozen finden zwei Wettbewerbe statt.

- Die strikte Corona-Politik in China machte die Organisation der diesjährigen Berufswettbewerbe in Shanghai nicht möglich. Um den zahlreichen jungen Menschen dennoch die Chance zu bieten – auch weil viele bereits seit Monaten für den Wettkampf trainieren – haben die WorldSkills Mitgliedsländer kurzerhand entschieden, die Berufsolympiade in verschiedenen Staaten umzusetzen. „Die 61 Berufswettbewerbe mit 1.013 Kandidaten werden über einen Zeitraum von acht Wochen in 15 Ländern ausgetragen, darunter Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Japan, Kanada, Korea, Luxemburg, Österreich, Südtirol/Italien, Schweden, Schweiz, USA und das Vereinigte Königreich“, erklärte lvh-Präsident Martin Haller heute bei der Pressekonferenz. An der Form des Wettbewerbs ändert sich nicht viel. Die Wettbewerbstage und -aufgaben werden nach den vorgesehenen Kriterien umgesetzt. Allein die Wettbewerbstermine ändern sich je nach Beruf, sodass die Teilnehmer in verschiedenen Momenten an verschiedenen Orten sind. „Unser Team ist höchst motiviert und wir hoffen, dass die jungen Südtiroler ihr praktisches Können erneut unter Beweis stellen werden“, betonte Gert Lanz, Offizieller Delegierter von WorldSkills Italy. Die Leistung der Südtiroler Jungtalente wurde in den letzten Jahren immer wieder mit Medaillen gekrönt und ist zum Aushängeschild für Südtirols Ausbildung geworden. „Wir sind sehr stolz, so viele junge und hochqualifizierte Fachkräfte im Land zu haben. Dank des dualen Ausbildungssystems gelingt die ideale Kombination zwischen Lernen in der Schule und Umsetzung in der Praxis“, unterstrich Wirtschafts- und Bildungslandesrat Philipp Achammer.

WorldSkills in Bozen
Erstmals finden auch in der Landeshauptstadt zwei Berufswettbewerbe statt. WorldSkills Italy hat sich für die Austragung der Wettbewerbe der Maler und Lackierer und der Fliesen-, Platten- und Mosaikleger beworben und den Zuschlag erhalten. „Für Südtirol ist das eine große Chance. Die Vorbereitungen laufen bereits seit geraumer Zeit und wir freuen uns, von 3. bis 6. November 2022 in der Messe Bozen sowohl für den Beruf der Fliesenleger als auch für den der Maler 13 Wettbewerbsteilnehmer aus 19 verschiedenen Nationen begrüßen zu dürfen“, erklärte Thomas Pardeller, Technischer Delegierter von WorldSkills Italy. Auf rund 3.000 Quadratmetern und im Rahmen der Herbstmesse Bozen werden die internationalen Wettbewerber ihr Bestes geben. Roland Strimmer, Sprecher der italienischen Fachexperten unterstrich: „Man glaubt gar nicht, was die Organisation eines solchen Wettbewerbs alles voraussetzt. Andererseits erfüllt es uns auch mit Stolz, Bozen als Austragungsort für diesen internationalen Wettbewerb nutzen zu können. Für die zwei Berufe ist diese Veranstaltung ein bedeutender Imageträger.“ In dieselbe Kerbe schlug auch Landesobmann der Junghandwerker im lvh, Alexander Dallio: „WorldSkills ist zu einem bedeutenden und nicht mehr wegzudenkendem Höhepunkt in Südtirols Ausbildungswelt geworden. Allein die Erfahrung, an einem solchen Wettbewerb teilgenommen zu haben, ist eine der besten Lernschulen – privat wie beruflich. Außerdem sind die Südtiroler Sieger und Teilnehmer Vorbilder, zu denen gerade junge Leute hochschauen.“

Das WorldSkills Italy Team
Für Italien gehen insgesamt 12 Teilnehmer ins Rennen, zwei aus dem Piemont und zehn aus Südtirol. Vertreten sind die Berufe Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Floristen, Hotel-Rezeption, Holzbaumeister und Zimmerer, Kfz-Mechatroniker, Landschaftsgärtner, Maler und Lackierer, Maurer und Baumeister, Mediendesigner, Schönheitspfleger und Tischler. Alle bereiten sich intensiv auf die Wettbewerbe vor. „Wir werden die jungen Mädchen und Burschen vom ersten bis zum letzten Wettkampf begleiten. Wir sind jetzt schon stolz auf sie“, betonte lvh-Chef Martin Haller.

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