Zehntes Treffen der Handelskammern der Euregio in San Michele all‘Adige

Zehntes Treffen der Handelskammern der Euregio in San Michele all‘Adige

Gestern fand in San Michele all’Adige das zehnte Treffen der Führungsspitzen der Wirtschaftskammer Tirol, der Handelskammer Bozen und der Handelskammer Trient statt. Ziel der regelmäßigen Treffen der drei Kammern der Europaregion ist es, wichtige Zukunftsthemen für die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino voranzutreiben und die Zusammenarbeit zwischen den Ländern zu stärken.

- Beim  gestrigen Treffen der Präsidenten und der Generalsekretäre der drei Handels- und Wirtschaftskammern der Euregio tauschten sich diese zu verschiedenen aktuellen Themen aus. Dabei wurde die wirtschaftliche Lage in der Region besprochen und ein Maßnahmenkatalog mit wichtigen Impulsen zum Thema Erreichbarkeit in der Euregio vorgestellt. Darin rufen die Kammern zu einer gemeinsamen Strategie für den zunehmenden Güterverkehr auf der europäischen Nord-Süd-Verbindung über den Brenner auf. Außerdem haben die Kammervertreter von Tirol, Südtirol und dem Trentino die neue EU-Datenschutzgrundverordnung thematisiert und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft diskutiert. „Wir haben mit dem notwendigen Pragmatismus zusammengearbeitet und konkrete Vorschläge für eine bessere nachhaltige Mobilität in der Euregio ausgearbeitet. Ich beziehe mich hierbei zum Beispiel auf den Aufbau eines flächendeckenden Tankstellennetzes, welches  das Tanken mit Wasserstoff, Gas oder Elektrizität ermöglicht, auf Apps, die über den Verkehr informieren und somit zur Verkehrssicherheit beitragen, auf kommerzielle Anreize für den Erwerb von emissionsarmen Fahrzeugen, auf geräuschgedämpftes Rollmaterial, auf die Errichtung von Lärmschutzwänden und auf die für den Güterverkehr vorgesehenen Gleise“, so der Präsident der Handelskammer Trient und Gastgeber des Euregio-Kammer-Gipfels, Giovanni Bort. „Gut funktionierende Verkehrsinfrastrukturen sind für die Wirtschaftsentwicklung der gesamten Region von enormer Bedeutung. Die heute vorgestellte Studie zeigt, dass das Thema Erreichbarkeit die Euregio zum Einen vor große Herausforderungen stellt und zum Anderen enorme Chancen für die Betriebe birgt. Es ist ein Anliegen der Handelskammer, die verkehrspolitischen Rahmenbedingungen und die Fertigstellung des BBT und seiner Zulaufstrecken als wichtige europäische Nord-Süd-Verbindung voranzutreiben“, hob der Präsident der Handelskammer Bozen, Michl Ebner, hervor. In dieselbe Kerbe schlug Jürgen Bodenseer, der Präsident der Tiroler Wirtschaftskammer. Er betonte, dass es gerade beim Thema Mobilität internationale Lösungen braucht. „Der Fertigstellungstermin für den Brennerbasistunnel rückt stetig näher. Umso wichtiger ist es, dass regionale verkehrstechnische Erfordernisse auf der Schiene UND der Straße durch überregionale, europäische Maßnahmen so gestaltet werden, dass sie der Wirtschaft, der Bevölkerung, und dem internationalen Warenaustausch gleichermaßen gerecht werden. Damit verbunden sind etwa eine Harmonisierung der Tarife, eine grundsätzliche Verlagerung nicht terminsensibler Güter auf die Schiene und eine Entflechtung von Verkehrsspitzen beispielsweise durch die temporäre Aufweichung von Fahrverboten.“

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