Zivilschutzstatus wieder im grünen Bereich, Wetter weiter beobachten

Der Zivilschutzstatus wurde heute (26. Juli) Mittag wieder auf Normalzustand zurückgestuft - nach eingehender Bewertung im Landeswarnzentrum in der Agentur für Bevölkerungsschutz in Bozen.

- Seit heute (26. Juli) um 12 Uhr gilt wieder der Zivilschutzstatus Normalzustand Zero. Es werden zwar weiterhin starke Gewitter erwartet, sie erfolgen aber nicht mehr so verbreitet. Deshalb hat die  Bewertungsgruppe mit Experten des Landeswetterdienstes, des hydrographischen Dienstes, der Berufsfeuerwehr, des Landesamtes für Zivilschutz, der Forstabteilung, der Wildbachverbauung und der Geologie beschlossen, von der gestern ausgerufenen Aufmerksamkeitsstufe wieder herunterzufahren.

Muren im Vezzanerbach und im Planeiltal
Größere Schäden waren im Vinschgau zu verzeichnen: Gestern Abend war um 22.15 Uhr eine Mure im Vezzanerbach gemeldet worden: 15.000 Kubikmeter Material waren in Bewegung geraten. Im Planeiltal gingen mehrere Muren ab. An beiden Orten sind die Techniker der Wildbachverbauung an der Arbeit. Auch im Alpgrabenbach in Plawennhat sich ein Murabgang ereignet.
Von den Warnstufen sind die Pegelstände derzeit weit entfernt, berichtet der hydrographische Dienst. Auch für die kommenden Tage wird keine kritische Situation erwartet.

Prognose des Landeswetterdienstes und Rückblick
Es gilt, das Wetter weiter im Blick zu behalten: Die hohen Temperaturen und die feuchte Grundschicht werden weiterhin zu Gewittern führen, wenn auch nicht mehr so verbreitet. Am morgigen Samstagnachmittag werden wieder erste Gewitter erwartet, die am Abend häufiger werden. Deshalb hat der Landeswetterdienst die Gewitter-Stufe von 2 auf 1 herabgesetzt. Die Bevölkerung wird trotzdem dazu aufgerufen, den Wetterbericht zu konsultieren: Das Gefahrenniveau ist zwar niedriger, vereinzelt treten dennoch starke Gewitter auf. Für Sonntag werden weitere Niederschläge erwartet, vor allem in den östlichen Zonen. Es wird deutlich kühler, die Temperaturen sinken unter 25 Grad.
Gestern Nachmittag entluden sich erste starke Gewitter in der Brennergegend, die sich weiter nach Süden in das Eisack- und Etschtal verlagerten. Am Abend ging ab 20 Uhr ein heftiges Gewitter über Bozen nieder, und auch im Vinschgau wurden starke Gewitter verzeichnet. Viele Hagelschläge erfolgten und starke Windböen mit einer Spitzengeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern in Salurn. Mit 14.000 Blitzeinschlägen wurde ein neuer Rekord erreicht.

17 Einsätze der Berufsfeuerwehr
Die Männer der Berufsfeuerwehr in Bozen wurden gestern Abend  zu 17 kleineren, unwetterbedingten Überschwemmungen und zu Ereignissen mit abgebrochenen Ästen gerufen.

100 Einsätze der Freiwilligen Feuerwehren
An die 60 Freiwillige Feuerwehren mit Schwerpunkt in den Bezirken Brixen/Eisacktal, Bozen, Wipptal/Sterzing, Meran und Unterland rückten gestern zu über 100 Einsätzen aus, berichtet der Landesverband der Freiwilligen Feuerwehren. Sie waren bei Überflutungen von Straßen, Kellern, kleineren Murenabgängen und Steinschlägen sowie Situationen mit umgestürzten Bäumen und abgebrochenen Ästen im Einsatz. Die zahlreichen Blitzeinschläge verursachten auch zwei kleinere Waldbrände in Wiesen und im Jaufental. Die Feuerwehren konnten sie rasch löschen. Sicherheitshalber unternahmen die Feuerwehren verschiedene Kontrollfahrten.

Vierstufige Skala
Zur Beschreibung des Zivilschutzstatus wird eine standardisierte vierstufige Skala angewandt. Jeder Stufe ist eine Farbe zugeordnet: Normalzustand Zero (grün), Aufmerksamkeitsstufe Alfa (gelb), Voralarm Bravo (orange) und Alarmstufe Charlie (rot).

Die Aufmerksamkeitsstufe wird - wie gestern - nach eingehender Bewertung dann ausgerufen, wenn ein aus Sicht des Zivilschutzes relevantes Ereignis bevorsteht. Alle Beteiligten werden vorgewarnt und können die notwendigen Vorkehrungen treffen. Auch die Bevölkerung wird auf das bevorstehende Ereignis aufmerksam gemacht, damit es sie nicht unvorbereitet trifft. Der aktuelle Zivilschutzstatus ist auf der Internetseite Zivilschutz zu finden.

Die Entwicklung der allgemeinen Wetterlage in Südtirol kann auf der Internetseite des Landeswetterdienstes beobachtet werden.

mac

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