Im Bereich für Covid-19-Patienten mit leichten bis mittelschweren Symptomen stehen 24 Betten bereit, aufstockbar auf 60. (Foto: SABES)

Zusätzliche Intensivbetten in der neuen Klinik des Krankenhauses Bozen

Nach intensiven Vorbereitungen stehen im neuen Trakt des Landeskrankenhauses Bozen nun zusätzliche, dringend benötigte Intensivbetten bereit. Die ersten Patienten werden heute dort untergebracht.

- Der Südtiroler Sanitätsbetrieb hat bereits vor Wochen die Arbeiten im neuen Trakt des Landeskrankenhauses Bozen intensiviert, um rechtzeitig eventuell zusätzlich benötigte Corona-Betten bereitstellen zu können. Mit voller Kraft wurde seit Wochen an der Fertigstellung der benötigten Teile des Trakts gearbeitet, um diese bezugsfertig zu machen. Mit Dienstag dieser Woche erfolgte dann die technische Freigabe der Räumlichkeiten und es konnte mit der Bestückung und Ausstattung begonnen werden. Innerhalb von drei Tagen schafften es die beteiligten Abteilungen und Dienste in einem gemeinsamen Kraftakt die Räumlichkeiten mit allen benötigten Materialien und Einrichtungen auszustatten.
Im vierten Stock des neuen Trakts stehen 24 Betten für Covid-19-Patientinnen und Patienten bereit, die leichte bis mittelschwere Symptome aufweisen. Die Bettenzahl kann sukzessive bis auf 90 Betten erweitert werden.
Dieser Bereich erhielt die Bezeichnung Med-Covid-1 und steht unter der Leitung von Patrick Franzoni, stellvertretender medizinischer Einsatzleiter Covid-19.
Im 2. Stock werden jene Patientinnen und Patienten untergebracht, die eine Intensivbetreuung benötigen und künstlich beatmet werden müssen. Beginnend mit heute stehen sechs Intensivbetten auf diesem ICU Covid-2 genannten Bereich bereit und können bei Bedarf bis auf 30 Intensivbetten ausgebaut werden. Geleitet wird dieser Bereich von Julia Kompatscher, Fachärztin für Anästhesie- und Intensivmedizin, aus dem Ärzteteam des Dienstes für Notfallmedizin.
Beide nun neu eröffneten Bereiche stehen unter der Leitung des Primars des Dienstes für Notfallmedizin sowie des medizinischen Einsatzleiters Covid-19 Marc Kaufmann.
Landesrat Thomas Widmann erklärt dazu: "Der dynamische Bettenplan ist und bleibt eine ständige Anstrengung. Sie erfordert extremen Kraftaufwand von allen Beteiligten. Wir haben es seit Beginn dieser Krise geschafft, von rund 35 zur Verfügung stehenden Intensivbetten auf aktuell 70 aufzustocken." Gelungen sei dies auf verschiedene Weise: "Wir haben Kapazitäten verlagert, Personal umgestellt und Vieles mehr – und die Herausforderung bleibt weiterhin hoch."
Generaldirektor Florian Zerzer: "Wir haben es in unheimlich kurzer Zeit und mit enormen Kraftaufwand geschafft, weitere Betten für Covid-19-Patientinnen und -Patienten bereitzustellen. Mein Dank gilt deshalb allen Beteiligten, die dieses 'Wunder' möglich gemacht haben."

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