Gruppenbild vor dem im Stausee versunkenen Kirchturm von Alt-Graun. Ganz links im Bild Carmen Pimentel, die prominenteste Trainerin beim „VolLei Camp“ in Mals.
Bei der Eröffnungsfeier mit (v.l.): Alessandro Di Nardo, Karin Thanei, Josef Thurner, Maurizio Moretti und Patrizio Bonafini.
Auch Yoseikan Budo gehörte zum Freizeitprogramm.
Training in der Halle

1. „VolLei Camp“ in Mals

33 Athletinnen und namhafte Trainer bei Trainingswoche

Publiziert in 23/24 / 2020 - Erschienen am 16. Juli 2020

Mals - Trotz der strengen Covid-19-Sicherheitsvorschriften ist es Karin Thanei, der Volleyball-Verantwortlichen im ASV Mals, ihrem Lebenspartner Alessandro Di Nardo, der in Mals als Trainer im Einsatz steht, sowie den weiteren Mitveranstaltern gelungen, vom 4. bis zum 10. Juli das erste „VolLei Camp“ in Mals auszurichten. Zwei Auflagen dieses beliebten Camps waren 2017 und 2018 von Alessandro Di Nardo mit seinem Staff in Zusammenarbeit mit dem ASC Schlanders in Schlanders organisiert worden. Die längste Anreise für die diesjährige Auflage in Mals hatten 13 junge Athletinnen und ihr Trainer- und Betreuerstab aus Apulien auf sich genommen. Sie hatten die rund 1.000 Kilometer von Barletta bis in den Obervinschgau mit Bus und Bahn zurückgelegt. In Mals trafen sie auf junge Volleyball-Spielerinnen aus den Marchen, dem Trentino (Pallavolo Argentario Trento) sowie aus Bozen, Schlanders und Kastelbell-Tschars. Im Gegensatz zu den Auflagen in Schlanders war die gesamte Teilnehmerzahl heuer coronabedingt nur etwa halb so groß.

Schwierige Vorarbeit

Umso größer war aber die Freude, dass es trotz Covid-19 gelungen ist, nach schwieriger Vorarbeit das „VolLei Camp“ 2020 überhaupt zu organisieren. Karin Thanei, Alessandro Di Nardo sowie der Ideator und Begründer dieses besonderen Camps, Patrizio Bonafini, und nicht zuletzt der technische Camp-Leiter und Trainer Maurizio Moretti von Pallavolo Argentario Trento dankten bei der Eröffnungsfeier am 4. Juli in der Aula Magna des Oberschulzentrums Mals allen Mithelfern und Sponsoren sowie dem Sportverein und der Gemeinde Mals für die Unterstützung. Vizebürgermeister Josef Thurner hieß die Gäste im Namen der Gemeinde willkommen. Regelmäßiges Fiebermessen und die Aufteilung in Gruppen waren nur einige der Maßnahmen, die es während des Camps zu beachten galt. Zumal eine Unterbringung der Volleyballmädchen im Heim der Fürstenburg coronabedingt nicht möglich war, logierten die Athletinnen und die Betreuerteams in 3 Hotels in Mals. 

Training und nicht nur 

Im Mittelpunkt des Camps standen die täglichen, intensiven Trainingseinheiten in der Turnhalle des Oberschulzentrums. Zusätzlich dazu warteten die Veranstalter mit kunterbunten Nachmittags- und Abendprogrammen auf. Der Besuch der Churburg und des Reschensees gehörten ebenso dazu, wie Nachtwanderungen, Schwimmen im Freibad in Mals und viele weitere Freizeitaktivitäten. Im Mittelpunkt des Trainings stand der innovative Grundsatz „Das Spiel lehrt das Spiel“ („The game teaches the game“), also im Spiel spielen lernen. Gelernt haben die jungen Athletinnen von teils namhaften Trainerinnen und Trainern, so etwa vom Profi-Trainer Maurizio Moretti und von Carmen Pimentel, einer ehemaligen peruanischen Volleyballspielerin , die an den Olympischen Sommerspielen 1980 und 1984 teilgenommen hatte. Mit einer besonderen Überraschung warteten die Camp-Veranstalter am 9. Juli auf, als es für die Abschlussfeier zur Plantapatschhütte auf den Watles ging. Die Teilnehmerinnen und ihre Teams traten die Heimreise mit vielen positiven und einzigartigen Eindrücken an.

Volleyball im Aufwind

Vor rund drei Jahren hat Karin Thanei aus Tartsch damit begonnen, in Mals den Volleyballsport aufzubauen. Mittlerweile spielen über 30 Mädchen, die aus dem gesamten Obervinschgau stammen, in drei Teams: U10, U12 und U15. Trainiert wird zweimal pro Woche. Angesichts des regen Zuspruchs, den der Volleyballsport in Mals und Umgebung erfährt, liegt die offizielle Gründung einer eigenen Volleyball-Sektion im ASV Mals so gut wie auf der Hand.

Josef Laner
Josef Laner

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