Die Skibergsteiger der 12. Marmotta Trophy starteten Richtung Zufall-Hütte und Mutspitze (rechts)
Die letzte Tragepassage an der vorderen Rotspitze.
Toni Steiner und Franz Pfattner kurz vor dem Ziel
Patrick Tumler (links) und Andreas Kristandl nach der letzten Wechselstelle
Philipp Walder (links) und Franz Gruber vor dem „Paradiso“

„Am Samstag geil, am Sonntag genial“

Zwei Mal Skibergsteigen bei Kaiserwetter. In Hintermartell wurde die 12. Marmotta Trophy ausgetragen.

Publiziert in 9 / 2019 - Erschienen am 12. März 2019

Martell - Die Marmotta-Trophy ist das einzige, internationale Ereignis für Skibergsteiger im Westen Südtirols und wurde mit dem „Vertical“-Sprint eröffnet. 114 Athletinnen und Athleten aus 8 Nationen starteten begeistert am ehemaligen Hotel „Paradiso“. Nach genussvollen 530 Höhenmetern erreichten sie das Ziel an der Martellerhütte. Toni Lauterbach aus Weilheim in Oberbayern schaffte die Strecke in unwahrscheinlichen 27 Minuten und 37 Sekunden. Bester Vinschger und sogar bester Südtiroler war der Laaser Toni Steiner, 26 Jahre älter als der Sieger und nur 4 Minuten langsamer. Anna Pircher aus Morter vertrat die Südtiroler Farben als 4. in 41 Minuten und 36 Sekunden. Für Rennleiter Egon Eberhöfer und den 130 Helfern war der gelungene „Vertical“ erste Bestätigung und Lohn für wochenlange Vorbereitungen. Die Marmotta Trophy am Tag darauf war dann der Ernstfall. Bei blauem Himmel, gerade richtigen Minusgraden am Start, bei besten Schneeverhältnissen auf den Abfahrten und eher harten Verhältnissen in den Rinnen und Aufstiegen stellten sich über 100 Athleten den Herausforderungen. Zuvor waren aber Organisatoren, Kampfrichter und Zeitnehmer gefordert. Sie hatten nicht nur unterschiedliche Strecken zu markieren, sondern auch die einzelnen Leistungs- und Altersklassen auseinanderzuhalten. In Martell wurden nämlich die Italienmeistertitel für Mannschaften und die Punkte für den Alpencup vergeben. Als willkommene Besonderheit standen 25 Athleten der „Nederlandse Klim- en Bergsport Vereniging“ am Start. Die Oranje-Bürger suchten im Nationalpark Stilfserjoch ihre Vereinsmeister. Der Alpencup wurde dann eine absolute Domäne für Deutschland. Toni Lauterbacher hatte seine „Aufwärmübung“ zur Marteller Hütte tadellos weggesteckt und holte sich den Sieg bei den Männern. Bei den Frauen konnte niemand die Hessin Susanne von Borstel gefährden. Die Vinschger Skibergsteiger im ASV Martell mischten im „Paarlauf“ zur Italienmeisterschaft aktiv mit. Hinter den Siegern Michele Boscacci und Davide Magnini (Heeressportgruppe) mit 1:51’00.3 erreichte das Duo Toni Steiner und Franz Pfattner über die 18,35 km und über 1.950 Höhenmetern in 2:20’45 das Ziel (10. von 32 Paaren.). 2:40‘13 unterwegs waren Patrick Tumler und Andreas Kristandl (17.); 2:42’20 benötigten Franz Gruber und Philipp Walder (18.). Die niederländischen Meister kamen auf 2:48’03. Alba De Silvestro und Giulia Murada, ebenfalls Heeressportgruppe, holten sich den Meistertitel über 15 km in 1:58’35; die niederländischen Damen waren mit 3:11’38 etwas länger unterwegs. Es könnte am Frühlingswetter oder am Geburtstag von Bürgermeister Georg Altstätter gelegen haben, die zu Aussagen führten: „Das war richtig geil am Samstag“ und zur Strecke am Sonntag „einfach genial“.

Günther Schöpf
Günther Schöpf

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