Fabian Höllrigl im Dress des Landesmeisters 2021
Rampensprünge und steile Abfahrten gehören bei einem Mountainbike-Rennen dazu.

Auf der Erfolgsspur

Fabian Höllrigl blickt auf eine überaus erfolgreiche Rennsaison zurück.

Publiziert in 37-38 / 2021 - Erschienen am 9. November 2021

Eyrs/Kortsch - Der 14-jährige Mountainbiker Fabian Höllrigl, Athlet des ASV Kortsch, ist seit zwei Jahren Mitglied des Landeskaders. Nur die besten Südtiroler Nachwuchstalente treffen sich dort zum Training und starten bei nationalen Rennen. Fabian Höllrigl ist einer von ca. 15 Teenagern. Er blickt heuer auf eine überaus erfolgreiche Rennsaison zurück. So entschied er bei dem vom VSS ausgetragenen Südtirolcup 4 von 5 Rennen für sich und gewann die Gesamtwertung, wurde VSS-Landesmeister in Easy Down und Cross Country gekrönt. Auch auf nationaler Ebene konnte sich Höllrigl bei fünf Coppa-Italia-Rennen behaupten. Im Team Relay holte er mit vier weiteren Fahrerinnen und Fahrern den Vize-Italienmeistertitel. In der Einzelwertung fuhr er den hervorragenden 3. Gesamtrang ein. Die Auflistung ist noch nicht zu Ende, fand doch heuer im Juni die Jugend-Europameisterschaft im Aostatal statt. Rang 4 in der Kategorie Eliminator wurde es nur deshalb, weil im Rennen unglücklicherweise im entscheidenden Moment die Kette riss. Rang 5 in der Einzelwertung im Cross Country und Rang 7 im Team Relay rundeten die gute Bilanz ab.

der Vinschger: Du blickst heuer auf eine sehr erfolgreiche Saison zurück. Welches waren deine persönlichen Highlights?

Fabian Höllrigl: Die sicher beeindruckendsten Erlebnisse heuer waren die Europameisterschaft in Pila und der Vize-Italienmeistertitel im Team Relay als Region. Die Atmosphäre auf diesen Rennen war einfach mitreißend und die Platzierung auch.

Was ist dein Erfolgsgeheimnis?

Mein Durchhalten, das immer Weitermachen, egal welche Platzierung es ist. Es ist wichtig Spaß zu haben, denn es ist oftmals ein Wettkampf unter Freunden. Wir kennen uns ja bereits seit Jahren von den verschiedenen Wettkämpfen.

Wann und wie hast du diese Sportart für dich entdeckt?

Eigentlich hat mich das Radfahren schon immer interessiert. Per Zufall habe ich erfahren, dass es in Kortsch einen Mountainbike-Verein gibt, habe dann ein Probetraining gemacht und mit sechs Jahren mein erstes Rennen bestritten. Das ist mir noch in lebhafter Erinnerung. Es war in Girlan und ich habe gewonnen und dann vor Freude geweint (lacht). 

Welches sind die Fähigkeiten, die ein Mountainbiker mitbringen muss, um erfolgreich zu sein?

Ich glaube Kraft und Ausdauer braucht es und eine gute Technik, insbesondere fürs Bergabfahren. Und nicht zu vergessen die mentale Stärke, aber die kommt mit der Rennerfahrung.

Ist man als Mountainbiker nach dem Saisonende bereits mit den Gedanken in der nächsten Saison oder gibt es auch Zeit für eine Pause, körperlich und mental?

Nach der intensiven Rennsaison nütze ich noch das warme Herbstwetter um die eine oder andere ausgefallene Spaßtour mit Freunden zu unternehmen. Ab Dezember beginnt ja bereits das Aufbautraining für die nächste Saison. Zum Ausgleich gehe ich ab und zu laufen oder mache ein Koordinationstraining.

Was motiviert dich, immer weiter zu machen?

Die Erfolge sind sicherlich eine große Motivation und mein Ehrgeiz, immer besser zu werden. Auch treffe ich viele Kollegen bei den Rennen und wir haben zusammen viel Spaß, auch wenn wir Konkurrenten sind. Und ich kann richtig gut abschalten, wenn ich mich auf den Sattel setze. 

Welches sind nun deine nächsten sportlichen Ziele?

Ich möchte auf jeden Fall dort anknüpfen, wo ich in der heurigen Saison aufgehört habe. Und vielleicht auch mal einen nationalen Titel holen. Im nächsten Jahr bin ich in der höheren Kategorie, d.h. ich muss eine Runde mehr und eine längere Strecke fahren. Also wird es anstrengender (lächelt).

Du besuchst heuer die 1. Klasse der WFO, Ausrichtung Sport in Schlanders. Wie lässt sich der Schulalltag mit den Rennterminen und dem Training vereinbaren?

Bisher war es kein Problem, da wir anstatt des Nachmittagsunterrichts über Teams Aufgaben erhalten, kann ich mir die Zeit zwischen Training und Schule gut einteilen. 

Du startest für den ASV Kortsch. Wer unterstützt dich bei deinen vielen Rennen?

Danke sagen möchte ich den Trainern des Landeskaders, die immer für uns Athleten da sind. Auch dem Verein ASV Kortsch und den Trainern bin ich sehr dankbar, genauso wie der Firma Bikeman, die stets für ein einsatzbereites Rad sorgt. Und ohne meine Familie, die mich auf viele Rennen begleitet, wäre vieles nicht möglich. 

Danke für das Gespräch und weiterhin viele Erfolge.

Andrea Kuntner
Andrea Kuntner

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