Daumen hoch: Greta Pinggera will Siege feiern.
Beim Weltcup-Finale in Umhausen deutete sie als 2. an, was möglich ist: Sara Bachmann.

Auf Weltcup-Mission 

Wenn am 16. Dezember der Naturbahnrodel-Weltcup in Kühtai in Nordtirol beginnt, sind auch 2 Vinschgerinnen dabei.  

Publiziert in 43 / 2018 - Erschienen am 12. Dezember 2018

LAAS/LATSCH - Wenn sich die besten Naturbahnrodler der Welt in Weltcups und bei Weltmeisterschaften messen, dann sind die Südtiroler stets ganz vorne mit dabei. Darunter auch zwei ambitionierte Vinschgerinnen, die dem A-Kader ihrer der Nationalmannschaft angehören. Zum einen ist da Greta Pinggera aus Laas, ihres Zeichen amtierende Naturbahnrodel-Weltmeisterin und Gesamtweltcupzweite, zum anderen ist da Sara Bachmann aus Latsch, die von Verletzungen immer wieder zurückgeworfen wurde, aber dennoch nach wie vor ganz vorne mitrodelt. Während Pinggera für die „Azzurri“ startet, will Bachmann für Deutschland Medaillen holen. Der Weltcup-Auftakt der Naturbahnrodler hätte bereits Anfang Dezember in Kühtai in Nordtirol über die Bühne gehen sollen. Aufgrund des Schneemangels wurden die Rennen jedoch auf das Wochenende von Samstag, 15. Dezember und Sonntag, 16. Dezember, verschoben. Während am Samstag die ersten Trainingsläufe anstehen, werden die Rennen am Sonntag mit den Wertungsläufen entschieden. Dann wollen auch die beiden Vinschgerinnen eine wichtige Rolle spielen. 

Pinggera Mitfavoritin 

Greta Pinggera geht als Mitfavoritin auf den Gesamtweltcup in die neue Saison. Bei den Elite-Damen deutet im Weltcup wie schon in den vergangenen Jahren alles auf ein Duell zwischen Pinggera und Evelin Lanthaler hin. In der vorigen Saison holte sich die Passeirerin den Gesamtsieg, vor zwei Jahren behielt die Laaserin die Oberhand. „Heuer wäre wieder ich an der Reihe“, lacht Pinggera. Die 23-jährige Laaserin steht vor einer besonderen Saison. Einerseits will sie im Weltcup ganz vorne mit dabei sein, andererseits will sie aber auch ihren WM-Titel aus dem Jahre 2017 verteidigen. Damals krönte sie sich im rumänischen Vatra Dornei zur Weltmeisterin, 2019 will sie bei der Heim-WM in Latzfons nachlegen. „Es wird eine spannende Saison, das steht fest. WM Gold zu verteidigen ist das große Ziel, auf der Bahn in Latzfons ist Evelin aber stets stark“, blickt Pinggera voraus. Ein Wörtchen um Weltcupsiege mitreden könnten jedoch auch die Oberösterreicherin Tina Unterberger und die frühere russische Seriensiegerin Jekaterina Lawrentjewa. Sie feierte in der vergangenen Saison nach der Geburt ihrer Zwillinge das Comeback. Auch Sara Bachmann will ganz vorne mitrodeln. 

Die Rodel-Deutsche 

Seit einem Jahr startet Bachmann für die deutsche Rodelnationalmannschaft. Etwas blieb ihr dabei jedoch treu: Das Verletzungspech. Im Mai verletzte sie sich bei der Steinmetz-Arbeit am Rücken. Ein ganzer Sommer voller Physiotherapie war die Folge. Erst im September konnte sie mit dem Training beginnen. Bis zum Weltcup-Auftakt in Kühtai will die Latscherin jedoch wieder in Topform sein. Dann gilt es, an die ordentlichen Leistungen gegen Ende der letzten Saison anzuschließen. Der 2. Platz beim Saisonfinale in Umhausen bedeutete ihr bisher bestes Weltcup-Ergebnis. Dabei musste sie in den Wochen davor ebenfalls verletzungsbedingt pausieren und ging im Finale leicht angeschlagen an den Start. Auch in dieser Saison will sie angreifen und um Podestplätze mitrodeln. Ihre Arbeit im Büro kann sich die 23-Jährige optimal einteilen, um sich im Winter auf den Rodelsport zu konzentrieren. Bleibt sie eine längere Zeit verletzungsfrei, kann die Latscherin durchaus vorne angreifen – und vielleicht sogar bei den Weltmeisterschaften Schwarz-Rot-Gold über Medaillen jubeln lassen. 

Michael Andres
Michael Andres

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