Der 24-jährige Roman Gufler bei einer Trainingseinheit.
Durch Wald und Wiese: Roman Gufler konzentriert sich sportlich auf Mountainbike-Marathons.

Der Marathon-Biker 

Der Goldrainer Marathon-Spezialist Roman Gufler hofft auf einen baldigen Start der Mountainbike-Rennsaison.  

Publiziert in 21 / 2020 - Erschienen am 18. Juni 2020

Goldrain - Eigentlich sollten in diesen Wochen und Monaten für ihn die Höhepunkte der Mountainbike-Saison stattfinden. Das Heimrennen, der „Ortler Bike Marathon“, und viele weitere MTB-Marathons mussten jedoch aufgrund der Coronavirus-Krise abgesagt werden. „Es hilft alles nichts, man muss nach vorne schauen“, weiß Roman Gufler. Der 24-jährige Goldrainer zählt zu den stärksten Vinschger Mountainbikern. Seine Spezialdisziplin sind Marathons. 2017 holte er beim Ortler Bike Marathon über 90 Kilometer in der Altersklasse U23 den Sieg. Seit vier Jahren startet er für das Profi-Team Cannondale RH Racing. 

Seine Leidenschaft für den Mountainbike-Sport entdeckte er bereits als Kind. Obwohl er anfangs wohl alles andere als ein „Rad-Talent“ war. „Als Kleinkind habe ich mich nie aufs Fahrrad getraut. Meine Mutter hat schon geglaubt, dass ich es nie lernen werde“, blickt Gufler im Gespräch mit dem der Vinschger lachend zurück. Aber mit sechs Jahren habe es dann endlich geklappt. „Seitdem ist das Fahrrad mein ständiger Begleiter“, so der Goldrainer. Schnell entwickelte er eine Leidenschaft fürs Mountainbike. „An Sonntagen standen oft größere Touren mit der Familie an“, erinnert sich Gufler. Sein Vater ist selbst begeisterter Mountainbiker, im Alter von acht Jahren nahm Roman Gufler schließlich bei einem Schnuppertraining in Kortsch teil und schrieb sich beim dortigen Mountainbike-Verein ein. Bereits in den Kinder- und Jugendkategorien konnte er mehrere Erfolge einfahren, damals noch im Cross-Country. Unter anderem durfte er sich über Medaillen bei Landesmeisterschaften freuen. 

Vom Cross Country zum Marathon 

Vor etwa fünf Jahren wurde Gufler durch mehrere Knieverletzungen zurückgeworfen. Damals ging er noch in den Junioren-Kategorien an den Start. „Nach den Verletzungen konnte ich die Schnellkraft, die im Cross Country sehr wichtig ist, nicht mehr so gut aufbauen“, blickt er zurück. So meldete er sich für ein Marathonrennen an und merkte schnell, dass er an längeren Distanzen Gefallen fand. „Und diese lagen mir auch gut. So habe ich mein Training komplett umgestellt und konzentriere mich seitdem auf Marathons“, so Gufler. Seit etwa drei Jahren arbeitet er im elterlichen Betrieb, einer Baufirma aus dem Passeiertal. „Da ich im Büro arbeite kann ich Sport und Beruf gut miteinander verbinden“, so der Biker. In Corona-Zeiten trainierte er vor allem daheim. Kraftübungen und Einheiten auf der Trainingsrolle standen auf dem Programm. Seit Ende April ist wieder Training im Freien möglich. „Das wurde auch Zeit“, betont Gufler. Er hofft, dass zumindest im Herbst noch einige MTB-Marathons stattfinden. „Aber derzeit ist noch alles ungewiss“, weiß der Sportler. Mittelfristig möchte er bei prestigeträchtigen Mountainbike-Marathons vorne mit dabei sein – und wer weiß, vielleicht auch um Podestplätze in den Elite-Kategorien mitfahren. 

Michael Andres
Michael Andres
Vinschger Sonderausgabe

Diese Seite verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien für weitere Informationen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.