Massenstart der Frauen: in Abwesenheit von Dorothea Wierer siegte Lisa Vitozzi (Nr. 31, 3.v.l) vor Michela Carrara (Nr. 37) und Samuela Comola (34).
Felix Ratschiller (5) verlor im Einzel Spitzenplatz und Medaille im letzten Stehendschießen.
Wechsel von Hannes Bacher an Eva Hutter aus Laas
Zum ersten Mal bei einer Italienmeisterschaft Veronika Rinner
Eva Weiss bei ihrem dritten Auftritt mit dem Kleinkaliber-Gewehr
Georg Altstätter, delegiert vom Wintersportverband
Ulli Walder, Massen-Starter vom Dienst
Gewehrkontrolleur Alfred Tumler, Wechselrichter Martin Stricker und Michael Gamper (v.l.)
Andreas Rieder und Angelika Schwienbacher, Athleten-Einweiser am Schießstand

Der Saisonabschluss war die Krönung

Die italienischen Biathlon-Meisterschaften endeten mit Massenstart und der Singel-Mix-Staffel.

Publiziert in 7 / 2022 - Erschienen am 12. April 2022

Martell - Es hat viele Hände und noch mehr erfahrene Köpfe gebraucht, um den Ansturm an Teilnehmern zu bewältigen und bei schwindender Schneelage reguläre Pistenverhältnissee zu garantieren. Trotzdem war beim letzten Wettkampf des Winters die Stimmung großartig, die Leistungen weltmeisterlich, die Wettkämpfe spannend. Alle Biathlon-Zentren Italiens waren auf Grogg vertreten. Man hätte denken können, dass der Wintersportverband mit der Vergabe von Massenstart und Einzel-Mix-Staffeln dem Marteller Organisationsteam eine besondere Form der Anerkennung zukommen ließ. 51 Anwärterinnen im Alter von 15 bis 17 eröffneten die Wettkämpfe. Mit Eva Weiss und Veronika Rinner schickte der ASV Martell zwei 15-jährige „Neulinge“ in die Schlacht. Den Wechsel von der Luftdruck- zur Kleinkaliber-Waffe bewältigte Weiss erfolgreich. Nach 5 Fehlschüssen liegend musste sie nur mehr 2 Mal in die Strafrunde und landete bei ihrer ersten Italienmeisterschaft im Mittelfeld. Mehr Probleme hatte Rinner, die 13 Mal die Zusatzrunde zu bewältigen hatte. Nicht zufrieden sein konnte Eva Hutter aus Laas. Es waren wohl das Heimrennen und ihr eigener Anspruch, im letzten Rennen um den „Fiocchi-Italienpokal“ den 3. Platz halten zu wollen, dass sie Nerven zeigte. 6 von insgesamt 9 Strafrunden entfielen auf die Stehendschießen. Als einziger Anwärter startete Maurizio Ronco im Namen des ASV Martell. Der Malser Sportoberschüler aus Aosta wurde 15. von 50 Teilnehmern. 

Zwei Mal den Titel vor Augen

Wie Hutter inszenierte auch Felix Ratschiller ein persönliches Drama in der Kategorie U 19. Über zwei Runden blieb der Marteller, der für die Sportgruppe der Carabinieri startet, fehlerfrei und lag an der Spitze. Beim 4. Schießen kam er nur auf einen einzigen Treffer. Mit Willenskraft und professioneller Einstellung schaffte er aber doch noch einen 4. Gesamtrang. Jan Kuppelwieser aus Latsch musste einsehen, dass ein Wettkampf nach vorausgehenden Krankheit kein Erfolgserlebnis beschert. Beim Staffelbewerb am Tag drauf zeigte sich eine ganz andere Eva Hutter. Keine Spur von schwachen Nerven. Im Gegenteil, die Laaserin, 15. im Einzel, übergab 2 Mal fehlerfrei an den 5. des Einzelbewerbs, an ihren Antholzer Partner Hannes Bacher, dessen 2 Fehler schließlich zum 5. Endrang von 49 Staffeln führten. Beinahe eine Wiederholung vom Vortag gab es bei Felix Ratschiller, der an die Ridnaunerin Birgit Schölzhorn, Drittplatzierte im Einzel, übergab. Deutlich in Führung liegend musste er den Meistertitel durch 2 Fehlschüsse der Staffel Südtirol 1 überlassen. 

Günther Schöpf
Günther Schöpf
Vinschger Sonderausgabe

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