Werner Gurschler fährt zu seinem größten Sieg in der Offroad Arena von Maggiora.
Die Abstände zu Lukas Cerveny, Tschechien (links) und Andri Oun, Estland, waren deutlich.

„Diesmal hat’s geklappt“

Publiziert in 35-36 / 2021 - Erschienen am 26. Oktober 2021

Laas/Maggiora (Piemont) - Der Laaser Werner Gurschler hatte einen Marathon hinter sich, als er am Sonntagabend, 26. September, aus seinem „Skoda Fabia 4x4“ stieg und triumphierend die Arme hochriss. Er hatte es endlich geschafft, niemand konnte ihn aufhalten, weder die aggressive Konkurrenz aus dem Baltikum, aus Tschechien und Polen, noch die Touring-Spezialisten aus Italien oder Skandinavien. Es war das letzte Rennen zur Autocross Europameisterschaft und der Sieg war das befreiende Ende im Ringen um ein zuverlässiges Fahrzeug. „Ohne meine Sponsoren, die mir auch in der Pandemie die Stange gehalten haben, und ohne mein Team, das mir zur Hand ging, hätte ich den Sommer mit Fehlersuche und Testfahrten nicht überstanden“, zeigte sich Gurschler überzeugt. Der besagte Marathon hatte im Mai 2021 begonnen, als er in der Offroad Arena der piemontesischen Gemeinde Maggiora nach allen Trainingsläufen und Zeitläufen an der Spitze liegend durch einen Defekt in der Elektronik als Dritter der Italienmeisterschaft ins Ziel trudelte. Seit dieser Niederlage hatte er mit seinen Leuten nach Fehlern gesucht, hat getestet und getüftelt. Kurz vor dem eigentlichen Wettkampf musste auch noch auf eine neue Bestimmung reagiert werden. „Jeder Teilnehmer hatte vom Veranstalter denselben Treibstoff zu kaufen und zu verwenden“, erzählte Gurschler. Man habe aber keine Zeit gehabt, den Motor darauf abzustimmen. Jeder Lauf musste daher kontrolliert angegangen werden, erklärte er. „Für uns eine Schikane mehr, für die 2.000 Zuschauer – statt der üblichen 6.000 – aber ein Spektakel mehr waren der einsetzende Regen und die darauf folgende Schlammschlacht“, ergänzte Gurschler. Im Kampf um einen günstigen Startplatz kam der Laaser im 1. Heat (Vorentscheidung) als Dritter, im 2. als Fünfter und im 3. wieder als Dritter ins Ziel. Von Startplatz 3 aus dominierte der Vinschger dann überlegen den Rennverlauf und holte sich die begehrte Trophäe.

Günther Schöpf
Günther Schöpf
Vinschger Sonderausgabe

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