Die Etappen am Nördersberg erforderten nicht nur Draufgängertum, sondern auch ausgefeilte Technik.
Serafin Weithaler hat das letzte Ziel seiner letzten Etappe durchfahren.
ASV Latsch Präsident Werner Kiem war zuständig für die Überraschungs-Geburtstagsparty.
Im Stabshauptquartier: Einsatzleiter Roman Schwienbacher hat vor 10 Jahren an die TrailTrophy geglaubt.

Drei Tage Latsch atemberaubend

Zum 10. Mal ging die „bike-components TrailTrophy“ über die Latscher Bühne.

Publiziert in 21 / 2019 - Erschienen am 12. Juni 2019

Latsch - Wenn eine so schnelllebige Sparte wie Mountainbiken das Zehnjährige feiern kann, dann müssen sich viele Voraussetzungen bewährt haben. Dann muss in erster Linie die Auswahl an Strecken, in der Bike-Sprache der Trails, hinhauen. Es müssen sich rührige Partner gleichschalten. Die Logistik muss stimmen. Und – ganz banal – müssen möglichst viele Teilnehmer wenige Tage nach dem freiwilligen dreitägigen „Enduro“-Martyrium ausrufen: „Das war geil, da bin ich nochmals dabei!“ Wie Alba Wunderli aus Winterthur, die 2. der Klasse „Riders“. Kaum hatte sie die letzte Wurzel am letzten Ziel übersprungen, Rad und Helm von sich geworfen, rief sie heftig atmend aus: „Ist das nicht cool?! Wir fahren im größten Obstbaugebiet Europas.“ Der Konkurrent nach ihr brüllte es beim Bremsen hinaus: „Hurra, geiles Ziel!“ 298 Frauen und Männer haben die 12 Stages, Etappen, am Sonnenberg, bei Morter/Montani und am Nördersberg zwischen Tarsch und Latsch zu Ende gekämpft. 335 Starter aus 10 Nationen waren der Einladung von Ideator und Initiator Thomas Schlecking von der Bike Projects GmbH aus Düsseldorf gefolgt. Für sie hatten Einsatzleiter und Mann der 1. Stunde Roman Schwienbacher und seine Helfer eine 3-tägige Bike-Herausforderung in Latsch ausgeheckt. Für Teilnehmer, Angehörige und 133 Helfer hatten Sportvereinspräsident Werner Kiem und seine gastronomische Stoßtruppe auch vegetarische und vegane Ansprüche mit eigenem Paarlbrot, unzähligen Häppchen und zentnerweise Nudeln erfüllt. Der Schweizer Sieger, Gustav Wildhaber, soll von einem „mega-physischen Rennen“ gesprochen haben, das „super viel Spaß gemacht“ habe. Schnellste Frau war die Deutsche Ines Thoma, schon 30, mehrmals in Latsch und überrascht, dass sie wieder neue Strecken kennenlernte. Südtirols beste Montainbiker kamen aus dem Pustertal. Für das Team Maxx Bike Latsch beendeten nur Serafin Weithaler (61.) und Lukas Mair (67.) alle Rennen. Der zum Favoritenkreis zählende Philipp Walder aus Morter wurde Opfer von technischen Problemen.

Günther Schöpf
Günther Schöpf

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