Im Einsatz für die Leichtathletik (v.l.): Josef Platter, der langjährige LAC-Präsident Erwin Schuster, Tobias Lechthaler, Monika Müller, Michael Traut und der amtierende LAC-Präsident Heiner Pohl.
Ein flotter Flitzer: Der neue Vereinsbus.
Bezirksgemeinschafts-Präsident Andreas Tappeiner (l.) und Karl Pfitscher, Präsident des TV Schlanders-Laas, inspizierten die Sportgeräte.

Ein Aushängeschild 

Rege Tätigkeiten, gezielte Jugendarbeit, hochkarätige Meetings und abgebaute Kirchtürme: Der LAC Vinschgau präsentiert sich topfit. 

Publiziert in 20 / 2019 - Erschienen am 28. Mai 2019

Kastelbell - „Die Leichtathletik im Vinschgau ist über das komplette Tal verstreut. Umso wichtiger ist die Unterstützung. Deshalb ist es an der Zeit Danke zu sagen“, brachte es Heiner Pohl, der Präsident des Leichtathletikclubs Vinschgau (LAC) Raiffeisen auf den Punkt. Auf seinem Anwesen, dem Marinushof in Kastelbell, wurden Partner, Sponsoren und Gönner kürzlich zu einem „Leichtathletik-Frühstück“ eingeladen. Dabei wurden die regen Tätigkeiten des 1972 gegründeten Vereins vorgestellt, Ausblick gehalten und über Neuigkeiten gesprochen. „Der Sport besteht aus den Grundbewegungen des Menschen, aufgrund ihrer Einfachheit ist die Leichtathletik eine faszinierende Sportart, seit Menschendenken“, betonte Pohl. Die Leichtathletik sei eine Schule fürs Leben und setze viel Eigendisziplin voraus. Die Leichtathletik im Vinschgau sei zwar über das ganze Tal verstreut, der Kontakt zu den einzelnen Dorfvereinen sei jedoch von elementarer Bedeutung. „Es gibt in jedem Dorf gute Läufer, starke Springer und exzellente Werfer. Der Austausch ist uns wichtig“, erklärte der LAC-Präsident. Die Talente sollten bereits in jungen Jahren „rekrutiert“ werden, um eine optimale Ausbildung zu erhalten. Zwar sei die Leichtathletik eine Einzelsportart und „jeder ein Einzelkämpfer“, aber, „nichtsdestotrotz sind wir ein Team, das hinter den jungen Athleten steht“, so Pohl, der zusammen mit Monika Müller, Michael Traut, Tobias Lechthaler, Christian Gerstl und „Finanzminister“ Rupert Pfeifer den LAC-Vorstand bildet. Es sei nicht einfach Top-Athleten herauszubringen, es handle sich dabei um einen langfristigen Prozess. Bereits in jungen Jahren nehmen talentierte Leichtathleten an Meetings in München oder Mailand teil. Dies sei ohne die Hilfe der Sponsoren und Unterstützer nicht möglich. 

Trainingsstützpunkte in Latsch und Mals 
„Unsere Trainingsstützpunkte sind in Latsch und Mals“, erklärte Ausschuss-Mitglied Michael Traut. Haupttrainingsplatz waren und sind die Anlagen in Latsch. Zweimal jährlich organisiere der LAC Sommer-Leichtathletik-Camps. Diese finden unter der Obhut von Monika Müller und Tobias Lechthaler statt. „Das Camp in Latsch geht in diesem Sommer bereits in die siebte Auflage, in Mals sind wir zum zweiten Mal. Letztes Jahr waren über 100 Teilnehmer mit dabei“, freute sich Lechthaler. Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 14 Jahren bekommen hier eine vielseitige Leichtathletik-Ausbildung angeboten. „Wir schauen, jedes Jahr zu wachsen“, ergänzte Müller. 

Stabhochsprung-Meeting ein Höhepunkt
Ein Höhepunkt im Kalender sei alljährlich das Internationale Stabhochsprungmeeting in Schlanders. Heuer findet dieses bereits zum 18. Mal statt. Und dies mit einer wesentlichen Neuerung: So geht das Meeting nicht mehr an einem Freitagabend, sondern am Samstagabend, 17. August, über die Bühne. Dank der Gemeinde Schlanders und des Landes könne man auch bereits die neue Anlage nutzen. Die neue Anlage, die schon auf dem Schlanderser Sportplatz steht, könne schnell und problemlos zusammengepackt und an einem neuen Standort wieder aufgestellt werden. So werden sich am 17. August wiederum internationale Top-Athleten am Schlanderser Kulturhausplatz messen. 

Euregio-Meisterschaft 
Eine weitere interessante Neuerung stellte Josef Platter vor. Der Laaser, der seit jeher bei verschiedenen Veranstaltungen, unter anderem beim Stabhochsprung-Meeting als Sprecher glänzt, berichtete über das österreichische Sprintchampion-Projekt. Hierbei werden Sprinttalente im Alter von bis zu 14 Jahren gesucht. Erstmals seien auch sechs Stationen in Südtirol geplant. Unter anderem mache die Meisterschaft in Schlanders und voraussichtlich auch in Prad Halt. Die besten der sechs Südtiroler Etappen qualifizieren sich für das Finale, welches laut derzeitigem Stand in Brixen stattfinden soll. Hierbei können sich die Besten wiederum für das große Finale im Oktober in Innsbruck qualifizieren. „Dabei messen sich dann Jugendliche aus dem Trentino, Südtirol und Nordtirol“, erklärte Platter. 

Freude über neuen Sportbus
Vorgestellt wurde beim Leichtathletikfrühstück auch der neue Sportbus. „Es war an der Zeit, der alte hatte schon 18 Jahre auf dem Buckel“, erklärte Traut. Der Bus wurde für rund 15.000 Euro gebraucht erstanden. Er stand jedoch als Bundeswehr-Fahrzeug jahrelang in der Garage. „Wir sind viel unterwegs, da ist es wichtig, sich sicher zu fühlen“, so Traut. Der Bus wurde mit finanzieller Unterstützung der Raiffeisenkasse, ivoclar, Pohl + Partner, Meraner Mineralwasser, Stahlbau Pedross und der Bezirksgemeinschaft Vinschgau angekauft. 

Kirchtürme abbauen 
„Es war uns als Bezirksgemeinschaft wichtig, euch mit einem kleinen Beitrag zu unterstützen, um unsere Wertschätzung zu zeigen“, sagte Andreas Tappeiner, der Präsident der Bezirksgemeinschaft Vinschgau. Er lobte den übergemeindlichen Einsatz des LAC. „Seit mehr als 40 Jahren leistet ihr eine wertvolle Arbeit für unsere Jugend“, so Tappeiner. Das Wort ergriff auch der Präsident des Kastelbeller Sportvereins Gerhard Eberhöfer. Er betonte, dass es wichtig sei, in den Dorfvereinen die Kirchtürme abzubauen. „Bei vielen Sportarten, wie eben der Leichtathletik oder auch dem alpinen Skisport, geht sonst nichts“, betonte Eberhöfer. Das übergemeindliche Denken müsse in den Köpfen verankert werden. 

Michael Andres
Michael Andres
Vinschger Sonderausgabe

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