Oronzo Trentin (7), Robert Recla (4) und Jürgen Tragust (rechts) im eigenen Strafraum gegen Dominik Schnitzer, den Partschinser mit den meisten mehr oder weniger unfreiwilligen Bodenkontakten, und gegen Andreas Gögele (11) und Martin Frei.

Ein falscher Fuß kann manchmal der richtige sein

Publiziert in 15 / 2010 - Erschienen am 21. April 2010
Schlanders – Zwei Mal setzte der ausgesprochene ­Schlanderser „Linksfüßler“, Rudi ­Gluderer, sein rechtes Bein ein: bei einer schnellen Abwehraktion und bei einem Schuss aus fast 30 Metern in Richtung Partschinser Tor. Die Abwehrreaktion gehört zu seinem „Job“ als Verteidiger, der zweite Schuss in der 4. ­Minute gegen Partschins hat alle überrascht, am meisten Tormann Peter Reiner. Er blieb 90 Minuten lang der einzige Treffer in der Begegnung zwischen Schlanders und Partschins. Den Zuschauern sollte es recht sein: die Gäste mussten angreifen, die Gastgeber konnten kontern. Das schnelle Führungstor führte immerhin zu einer gefälligen und recht bewegten ersten Spielhälfte. Am gefährlichsten waren die „Zieltaler“, als in der 12. Minute Manuel Raffeiner zuerst den Schuss von Martin Frei gerade noch abwehren konnte und dann Alexander Rainer den Abpraller auch nicht über den Schlanderser Schlussmann brachte. In der 32 Minute ­hätte Martin Metz den Sack für Schlanders zumachen können; er verschoss aus kürzester Entfernung. In der zweiten Halbzeit setzte sich der Druck der Partschinser nur in den ersten 15 Minuten fort. Ein vergebens reklamierter Elfmeter und eine sehenswerte Parade von Manuel Raffeiner gegen den Bombenschuss von Martin Oberperfler schien die Gäste immer mehr zu entmutigen. Immer öfter kamen die Schlanderser durch weite Pässe in Richtung Claudio­ Di Gallo ins Spiel. In der 91. Minute war es soweit. Aus stark abseitsverdächtiger Position startete der „Goalgetter“ aus Schlanders und machte aus vollem Lauf und aus unmöglichem Winkel doch noch sein Tor. Schlanders setzte sich vorläufig mit 2:0 am 2. Tabellenplatz fest. Zur Erinnerung: am 3. Oktober 2009 hatte Partschins Schlanders mit 3:1 Toren nach Hause geschickt.
Günther Schöpf
Günther Schöpf
Vinschger Sonderausgabe

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