Zwei Vinschgerinnen und eine Passeirerin (v.l.): Die Laaserin Nadine Staffler, Gesamtweltcupsiegerin Evelin Lanthaler und die Laaserin Greta Pinggera.
Alles im Griff: Trotz des starken Schneefalls bei den Finals sorgten Bahnchef Erich Trenkwalder und Co. für optimale Bedingungen.
Weltcup in Corona-Zeiten: Strenge Sicherheitsbestimmungen und Hoffnung für die Zukunft.
Engagierte Organisatoren: ASC-Laas-Präsident Andreas Strimmer und Rodel-Sektionsleiter Günther Staffler.
Keine Zuschauer, aber dennoch ein Highlight. Im Bild der Gesamtweltcupsieger Michael Scheikl beim Zieleinlauf.

Ein Rodel-Höhepunkt auch in Corona-Zeiten

Laas kann Weltcup: Dies wurde kürzlich einmal mehr klar. 

Publiziert in 5-6 / 2021 - Erschienen am 18. Februar 2021

LAAS - Die Laaser Organisatoren wussten auch diesmal die ganze Naturbahnrodel-Welt zu beeindrucken. Trotz aller Schwierigkeiten wurde hier ein perfektes Weltcup-Finale auf die Beine gestellt. Einerseits die Coronavirus-Krise, die sich zuletzt wieder zunehmend verschärfte, andererseits die kurzfristige Vorverlegung der Rennen und zu guter Letzt kam auch noch starker Schneefall dazu: Nein, einfach waren die Voraussetzungen für ein gelungenes Finale nicht. Und dennoch: „Alles klappte absolut reibungslos“, so Günther Staffler, Leiter der Sektion Rodeln im ASC Laas. Der Reihe nach: Etwas früher als geplant ging das Finale in Laas über die Bühne. Weil die Weltmeisterschaften in Umhausen aufgrund der Wetterbedingungen am Wochenende des 6. und 7. Februar um eine Woche verschoben werden mussten, wurde das Finale in Laas, welches eigentlich für 10. bis 13. Februar geplant gewesen wäre, kurzfristig auf 8. bis 10. Februar vorverlegt. „Ansonsten wäre es für die WM schwierig geworden. Den Laasern gebührt großer Dank für ihre Flexibilität und eine derart perfekte Arbeit“, lobte auch Andreas Castiglioni, der Partschinser, der seit einigen Jahren als Naturbahn-Sportdirektor im internationalen Rennrodelverband FIL tätig ist. Die Coronavirus-Bestimmungen, Tests und strenge Sicherheits-Auflagen, hatten ohnehin für einen organisatorischen Mehraufwand gesorgt. Zuschauer waren freilich ebenfalls keine zugelassen. Am Dienstag, 9. Februar, stand somit in Laas schließlich die fünfte und vorletzte Weltcup-Etappe auf dem Programm. Aufgrund des intensiven Terminplans wurden hierbei die Entscheidungen in nur einem Lauf ausgetragen. Auf einer optimalen Bahn setzte sich bei den Damen die Passeirerin Evelin Lanthaler durch, 0,36 Sekunden vor Lokalmatadorin Greta Pinggera. Der dritte Platz ging an die Österreicherin Tina Unterberger. Die Laaserin Nadine Staffler landete 1,02 Sekunden hinter Lanthaler auf Rang 4. Für die junge Vinschgerin bedeutete dies das bisher beste Weltcup-Ergebnis. Die für Deutschland startende Latscherin Sara Bachmann beendete das Rennen auf Platz 9 (+1,45). Bei den Herren siegte der Nordtiroler Thomas Kammerlander vor dem Villanderer Alex Gruber. Im Doppel machten der Völser Patrick Pigneter und sein Gadertaler Partner Florian Clara den Gesamtweltcupsieg bereits im vorletzten Weltcuprennen klar.

Staffler holt ihre besten Weltcup-Ergebnisse 

Am Mittwoch, 10. Februar, fielen in Laas schließlich die letzten Entscheidungen. Diesmal waren die Organisatoren unter anderem auch aufgrund des stark einsetzenden Schneefalls gefordert. Lanthaler ließ sich bei den Damen den Gesamtweltcupsieg nicht mehr nehmen, bei den Herren holte sich der Österreicher Michael Scheikl die Kristallkugel, ihm reichte beim Sieg von Kammerlander ein 6. Platz dafür. Kammerlander hat übrigens sämtliche vier Saisonrennen in denen er am Start war gewonnen, bei den ersten beiden Etappen in Winterleiten (Steiermark) musste der Nordtiroler aufgrund einer Corona-Infektion passen. Alle sechs Rennen hat hingegen Lanthaler gewonnen. Pinggera wurde in fünf von sechs Rennen Zweite, lediglich im letzten Rennen musste sie sich mit Platz 3, hinter Lanthaler und Unterberger, begnügen. „Ich hätte natürlich im Finale auf der Heimbahn nochmals gerne einen Sieg gefeiert, aber insgesamt bin ich zufrieden“, betonte sie. Staffler holte beim letzten Weltcuprennen erneut Platz 4. „Es waren gute Rennen in Laas. Die Konkurrenz ist stark. Innerhalb der nächsten Jahre möchte ich es aber auf das Podest schaffen“, blickte die erst 20-Jährige nach vorne. Bachmann landete erneut auf Rang 9. Im Doppel hatten zum Abschluss die Russen Pavel Porshnev und Ivan Lazarev die Nase vorn. 

Gelungene Organisation

Zahlreiche freiwillige Helfer sorgten auch in Coronavirus-Zeiten für eine gelungene Organisation. „Speaker“ Sepp Platter brachte mit seiner Moderation einen Hauch Weltcup-Stimmung auf die Gafair-Bahn. In einem waren sich alle einig: Künftig, wenn die Pandemie hoffentlich Geschichte ist, sollen auch Fans und Zuschauer in Laas wieder für echte Weltcup-Stimmung sorgen.

Michael Andres
Michael Andres

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