Das „Reschenseelaufteam“ bei der ersten Auflage des Etappenlaufs von Reschen nach Rosolina.

Geld für regionenübergreifende Sportveranstaltungen?

Publiziert in 24-25 / 2021 - Erschienen am 20. Juli 2021

Rom/Graun - Wie berichtet (der Vinschger Nr. 22-23/2021) kam es kürzlich in Rom zu einem Treffen mit Valentina Vezzali, der Unterstaatssekretärin für Sport. Das Treffen war vom Parlamentarier Albrecht Plangger für die Organisationen „Rennerclub Vinschgau“ und „Verona Marathon Team“ vereinbart worden. Zu den Themenschwerpunkten gehörte der interregionalen Etappenlauf über 430 km von Reschen nach Rosolina an der Adria. Dieser Staffellauf von der Quelle bis zur Mündung der Etsch erlebte im Oktober 2020 die erste Ausgabe. Die heurige Ausgabe soll am 10. und 11. September stattfinden (www.resiarosolinarelay.it). Bei der Aussprache sollte versucht werden, für diese interessante und innovative Laufveranstaltung finanzielle und moralische Aufbauhilfe aus dem Sportministerium zu erhalten. Es gibt nämlich seit dem Haushaltsgesetz 2021 einen speziellen Fonds für die Finanzierung von regionenübergreifenden Sportveranstaltungen. „Etwas überrascht konnten wir beim Treffen feststellen, dass dieser Fonds noch nicht aufgebraucht ist. Wir können auf Unterstützung hoffen,“ schreibt Albrecht Plangger in einer Pressemitteilung. Es sei gelungen, das Interesse der Unterstaatssekretärin entsprechend zu wecken. Um den überregionalen Charakter der Veranstaltung (2 Regionen und 5 Provinzen) hervorzuheben, waren auch Planggers Parlamentskollegen Diego Binelli (Trentino) und Alessia Rotta (Veneto) mit dabei. Aufs Tapet gebracht wurde auch das leidige Problem für die ausländischen Teilnehmer an solchen Großveranstaltungen, die immer noch - soweit sie nicht für einen ausländischen Laufverein starten - ein sportmedizinisches Zeugnis vorlegen müssen, das von einem italienischen Sportmediziner ausgestellt sein muss. Im Ausland braucht es bei vergleichbaren Veranstaltungen immer nur eine Eigenerklärung. Im Jänner 2020 hatte die Abgeordnetenkammer einstimmig mit einem Begehrensantrag die Regierung verpflichtet, Maßnahmen zu ergreifen, um diese Obliegenheiten für die Teilnahme von ausländischen Athleten an Sportveranstaltungen zu erleichtern. Infolge von Covid 19 und des Regierungswechsels hat die Regierung bisher leider noch keine Maßnahmen ergriffen. „Man will jetzt aber die Sache in die Hand nehmen“, versprach die Unterstaatssekretärin. Das Anliegen passe gut in das Recovery-Aufbauprogramm. Die Parlamentarier haben außerdem vereinbart, eine weitere Initiative dazu im Parlament zu starten: „Dann können diese Veranstaltungen auch touristisch wachsen, wenn Italien endlich diesbezüglich entbürokratisiert wird“, so Albrecht Plangger. 

Redaktion
Vinschger Sonderausgabe

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