Die Startläufer der Juniorenstaffeln nach dem 1. Liegendschießen mit (von links) Slovenien (am Ende 8.), Schweiz (9.), Estland (11.), Ukraine (3.), Österreich (10.), Italien (5.) und Polen, die Überraschungssieger vor Deutschland.
Siegerin über 12,5 km Sara Scattolo
Bronzemedaille für Luca Zeni über 15 km
Felix Ratschiller (rechts) im Gespräch mit Bürgermeister Georg Altstätter (links) und Davide Carrara, dem Kommandanten des Centro Sportivo Carabinieri in Wolkenstein.

Gold, Silber, Bronze für Italien

Mit den Langstrecken wurde das erste Biathlon-Wochenende im IBU Junior Cup eröffnet. 

Publiziert in 42 / 2021 - Erschienen am 16. Dezember 2021

Martell/Grogg - Internationaler geht’s fast nicht. 34 Nationen hatten mit etwa 300 Athletinnen, Athleten und Begleitpersonen die Grogg-Alm überflutet. 125 Männer und 88 Frauen der Jahrgänge 2000 bis 2005 standen am Start der beiden längsten Strecken im Junior-Bereich. Bei knackigen Temperaturen setzte Darius Lodl aus Thüringen das erste Ausrufezeichen für Deutschland und lief trotz zweier Schießfehler die Konkurrenz in Grund und Boden. Fehlerfrei blieb nur der zweitplatzierte Ukrainer Stepan Kinash. Mit der hohen Startnummer 95 überraschte dann der Trentiner Polizist Elia Zeni; auch er bekam zwei Strafminuten aufgebrummt. Strafrunden werden auf der Langstrecke nicht gelaufen. Mit Zeni hatte Italien vier weitere Nachwuchsläufer am Start. Aus gesundheitlichen Gründen musste Felix Ratschiller aus Martell aussetzen.
Ein deutsches Verfolger-Trio hatte die Heeressportlerin aus dem Friaul, Sara Scattolo, hinter sich. Nicht im Nacken, denn dazu raste die 18-Jährige aus Forni Avoltri wie besessen über die 12,5 km und holte trotz ihrer 4 Strafminuten einen Vorsprung von einer Minute heraus. Im gesamten Feld blieb nur eine einzige Athletin auf Platz 15 fehlerfrei. Frauentrainerin Samantha Plafoni aus Cuneo strahlte über die Goldmedaille und freute sich über einen weiteren 11. und 13. Platz ihrer Schützlinge.
Zu Ende ging das erste Biathlon-Wochenende in Martell mit spannenden Staffelläufen und einer großartigen, organisatorischen Leistung des Organisationskomitees unter Bürgermeister Georg Altstätter. Nach den respektablen Auftritten der Burschen auf Rang 5 schrammten die jungen Italienerinnen knapp an einer Sensation vorbei. Startläuferin Fabiana Carpella aus Tesero wechselte hinter Österreich und Russland als 3. zur jüngeren Scattolo Schwester, Ilaria, die trotz 4 Schießfehler den 4. Rang verteidigte. 4 Fehler hinnehmen musste auch Gaia Brunetto aus Cuneo. Trotzdem holte sie Rang 3 zurück. Die Siegerin des Einzellaufs, die Friulanerin Sara Scattolo, brachte ihre Staffel schließlich hinter Deutschland auf Platz 2 ins Ziel und vervollständigte den Medaillensatz aus dem Einzellauf.

Günther Schöpf
Günther Schöpf

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