Schnell unterwegs: Greta Pinggera

Greta Pinggera startet in die „Corona-Saison“ 

In Corona-Zeiten ist vieles anders – auch bei den Naturbahnrodlern. 

Publiziert in 43-44 / 2020 - Erschienen am 15. Dezember 2020

LAAS - „Derzeit ist alles kompliziert. Die Ungewissheit ist groß. Aber ich freue mich auf die neue Saison“, sagt Greta Pinggera. Die Rodlerin aus Laas startet – laut derzeitigem Stand – am 17. Dezember im österreichischen Winterleiten in die Weltcup-Saison. Nachdem der für das Wochenende am 14. Dezember geplante Weltcup-Auftakt in Kühtai in Nordtirol aufgrund von Schneemangel abgesagt werden musste, hoffen Organisatoren und Athleten nun auf einen regulären Start – trotz der derzeit schwierigen Corona-Lage.

In Corona-Zeiten ist vieles anders 

Freilich, vieles ist in Corona-Zeiten anders. Der internationale Rennrodelverband FIL hat ein strenges Sicherheitskonzept ausgearbeitet. Wie auch im Ski-Weltcup und in anderen Sportarten ist dabei von einer sogenannten „Blase“ die Rede. Das bedeutet: Nur wer einen negativen Coronavirus-Test vorweisen kann, darf zum Weltcup. Vorerst müssen sich die Athleten und Funktionäre gar zwei Antigen-Schnelltests an zwei Tagen hintereinander unterziehen. Außerdem stehen in dieser speziellen Corona-Saison Doppelweltcups auf dem Programm. Das heißt, bei jeder Station finden zwei Weltcuprennen statt. So sollen planmäßig sechs Weltcuprennen absolviert werden. „Wir Rodler haben ohnehin nur eine kurze Saison. Wenn man da aufgrund eines positiven Coronatests oder warum auch immer eine Etappe verpasst, sinken die Chancen auf eine gute Gesamtplatzierung drastisch“, erklärt Pinggera.

Siegeswille ist ungebrochen  

In Laas soll übrigens vom 10. bis zum 13. Februar das Finale über die Bühne gehen. Dann möchte die Lokalmatadorin noch ein Wörtchen um den Gesamtweltcupsieg mitreden. Denn, auch wenn in Coronavirus-Zeiten vieles anders ist, eines ändert sich nicht: Der Siegeswille der 25-jährigen Laaserin. „Ich möchte ganz vorne mit dabei sein. Und wenn alles passt, dann kann ich auch Evelin schlagen“, so Pinggera. Ihre Teamkollegin Evelin Lanthaler ist derzeit das Maß aller Dinge im Rodelzirkus, Siege und Titel dürften auch in dieser Saison nur über die Rodlerin aus dem Passeiertal führen. 

Viele Ziele 

Aber Pinggera hat sich viel vorgenommen. Neben dem Kampf um den Gesamtweltcup möchte sie auch bei den Weltmeisterschaften in Umhausen im Ötztal angreifen. Diese stehen eine Woche vor dem Weltcup-Finale an. „Die Bahn in Umhausen liegt mir“, so Pinggera, die sich bereits 2017 in Rumänien zur Weltmeisterin krönen konnte. Vieles sei Kopfsache, weiß die Vinschgerin. Vorbereitet habe sie sich jedenfalls intensiv. Bereits im Sommer absolvierten die Azzurri ein hohes Trainingspensum. Unter anderem stand viel Starttraining an. „So viel gemacht haben wir wohl noch nie“, blickt Pinggera zurück. Seit Ende November bereiten sich die Rodelasse auf den Rodelbahnen vor. Zuletzt holten sie sich unter anderem bei Trainingseinheiten im Passeiertal und im Gadertal den Feinschliff. Im Winter konzentriert sich Pinggera ohnehin fast ausschließlich auf den Rodelsport. Außerhalb der Weltcup-Saison ist sie als Konditorin im Familienbetrieb „Café/Konditorei Greta“ in Laas tätig.

Michael Andres
Michael Andres

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